Rossmann streicht Tesla aus Firmenflotte
Wegen Musks Unterstützung für Trump sucht die Drogeriekette nach Alternativen

Die Drogeriekette Rossmann wird zukünftig keine Fahrzeuge des US-Elektroautoherstellers Tesla mehr für ihren Fuhrpark kaufen. Diese Entscheidung wurde am Dienstag von Rossmann in einer Erklärung bekannt gegeben und ist auf die Unterstützung von Tesla-Chef Elon Musk für Donald Trump zurückzuführen. Laut Rossmann-CEO Raoul Roßmann steht Musks Unterstützung für Trump in krassem Gegensatz zu Teslas Mission, durch die Produktion von Elektroautos einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.
Obwohl Rossmann die vorhandenen Tesla-Modelle aus Gründen der Nachhaltigkeit weiterhin nutzen wird, wird das Unternehmen bei zukünftigen Fahrzeugbestellungen andere Hersteller und Modelle bevorzugen. Die Entscheidung betrifft jedoch nur einen kleinen Teil der gesamten Firmenflotte von Rossmann, die aktuell aus 800 Fahrzeugen besteht. Davon sind lediglich 34 Fahrzeuge Tesla-Modelle, was etwa einem vierundzwanzigsten Teil der Flotte entspricht. Angesichts der Tatsache, dass Rossmann jährlich etwa 180 neue Autos kauft, sind die wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Entscheidung gering.
Die Reaktionen im Netz auf Rossmanns Vorgehen sind unterschiedlich. Auf LinkedIn äußerte eine Userin ihre Anerkennung für die Entscheidung und betonte, dass es darum gehe, den eigenen Werten treu zu bleiben. Eine andere Userin begrüßte den Tesla-Boykott als konsequent und lobte die klare Haltung gegenüber den Mitarbeitenden und Kunden. Andererseits kritisierten einige Nutzer die Entscheidung als reine PR-Aktion, während andere der Meinung waren, dass die geringe Anzahl an Tesla-Fahrzeugen bei Rossmann keine nennenswerten Auswirkungen habe. Es gab auch negative Reaktionen, bei denen Nutzer ankündigten, die Drogeriekette zu boykottieren.
Elon Musk bekundete letzten Monat auf seinem Social-Media-Dienst X seine Unterstützung für Trump, kurz nachdem dieser ein Attentat überlebt hatte. Musk bestätigte später, dass er an ein politisches Aktionskomitee spendet, das die republikanischen Kandidaten unterstützt. Seine Äußerungen zu politischen Themen sorgen regelmäßig für Aufsehen. So kommentierte er kürzlich die rechtsextremen Ausschreitungen in Großbritannien mit den Worten „Ein Bürgerkrieg ist unvermeidlich“, was eine scharfe Reaktion der britischen Regierung zur Folge hatte. Justiz-Staatssekretärin Heidi Alexander bezeichnete den Kommentar als „völlig unverantwortlich“.
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Zur AktienanalyseAuch andere Unternehmen haben in der Vergangenheit ähnliche Entscheidungen getroffen. Anfang des Jahres beschloss der deutsche Software- und Cloudanbieter SAP, seinen Mitarbeitern keine Teslas mehr anzubieten. Dies wurde jedoch mit schwankenden Preisen begründet, die das Flottenmanagement erschwerten. Das Autovermietungsunternehmen Sixt hatte bereits Monate zuvor angekündigt, Teslas aus ähnlichen Gründen aus seiner Flotte zu streichen.


