Ron Baron: Der 83-jährige Investor setzt alles auf Elon Musk
Starinvestor Ron Baron steckt in der Krise – und hofft auf seinen Freund Elon Musk als Retter.

Ron Baron, der 83-jährige Gründer von Baron Capital, durchlebt derzeit eine schwierige Phase. Sein größter Fonds verzeichnet im laufenden Jahr 2026 Verluste, und auch andere Fonds des Unternehmens hinken hinterher. Einer davon ist im bisherigen Jahresverlauf sogar um mehr als 10 Prozent gefallen. Zudem ist das verwaltete Vermögen geschrumpft, da einige Kunden das Unternehmen verlassen haben.
Doch Baron setzt auf einen prominenten Freund, um die Wende herbeizuführen: Elon Musk. Der Starinvestor hat über die Jahre massiv in Unternehmen des Tech-Milliardärs investiert und hält ungewöhnlich hohe Konzentrationen in seinem Portfolio. SpaceX, das Raketen- und Satellitenunternehmen von Musk, machte im vergangenen Monat fast 30 Prozent von Barons größtem Fonds aus. Tesla repräsentierte dabei knapp 19 Prozent – Konzentrationen, die in der Fondsbranche als außergewöhnlich hoch gelten und Barons tiefes Vertrauen in Musk widerspiegeln.
Früher Einstieg bei SpaceX könnte sich auszahlen
Baron investierte bereits im Jahr 2017 in SpaceX, als das Unternehmen noch mit weniger als 22 Milliarden US-Dollar bewertet wurde. Diese frühe Wette könnte sich nun als goldrichtig erweisen: SpaceX plant voraussichtlich im nächsten Monat seinen Börsengang – und dieser könnte das größte Börsendebüt aller Zeiten werden. Sollte die Aktie beim IPO in die Höhe schnellen, würde das Barons Fonds erheblich aufwerten und die aktuellen Verluste möglicherweise mehr als ausgleichen.
Die enge Verbindung zwischen Baron und Musk geht auf das Jahr 2022 zurück. Damals hatte Musk Schwierigkeiten, ausreichend Kapital für die Übernahme des sozialen Netzwerks X – seinerzeit noch unter dem Namen Twitter bekannt – aufzutreiben. Baron ergriff die Initiative und rief Musk persönlich an, um ihm 100 Millionen US-Dollar anzubieten. Davon stammten 65 Millionen Dollar aus zwei seiner Investmentfonds und weitere 35 Millionen Dollar aus seinem Privatvermögen.
Ungewöhnliche Konzentration auf einen einzigen Unternehmer
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Zur AktienanalyseFür deutsche Privatanleger ist Barons Strategie ein bemerkenswertes Fallbeispiel: Kaum ein institutioneller Investor weltweit konzentriert sein Portfolio so stark auf die Unternehmen eines einzigen Unternehmers wie Baron Capital auf Musks Firmen. Diese Strategie birgt erhebliche Chancen – aber auch entsprechende Risiken. Wenn Musk und seine Unternehmen performen, profitiert Baron überproportional. Läuft es schlecht, trifft es die Fonds umso härter.
Ob der erhoffte SpaceX-Börsengang Barons Tief beendet, bleibt abzuwarten. Fest steht: Der 83-jährige Investor hat sein Schicksal eng mit dem von Elon Musk verknüpft – und zeigt damit eine Überzeugung, die in der Investmentwelt ihresgleichen sucht.


