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Rolls-Royce unter neuer Führung: Ambitionen für Rentabilität und Wachstum

CEO Tufan Erginbilgic setzt ehrgeizige Ziele und neue Strategien, um das Unternehmen zu transformieren

Rolls-Royce unter neuer Führung: Ambitionen für Rentabilität und Wachstum

Rolls-Royce stellt sich unter der Führung des neuen CEO Tufan Erginbilgic auf einen profitableren Kurs ein. Der ehemalige Manager von BP hat ehrgeizige Ziele für das Unternehmen angekündigt, darunter die Steigerung des operativen Gewinns auf 2,8 Milliarden Pfund, was das Doppelte der bisherigen Prognosen für das laufende Jahr darstellt. Eine der Hauptprioritäten besteht darin, die Rendite im Bereich der Triebwerke für Verkehrsflugzeuge von derzeit 2,5 Prozent auf 15 bis 17 Prozent zu erhöhen. Diese ehrgeizigen Ziele haben die Aktionäre von Rolls-Royce erfreut und die Aktien des Unternehmens um sechs Prozent auf 257,8 Pence steigen lassen, was seit Erginbilgics Amtsantritt zu einer beeindruckenden Steigerung von über 160 Prozent geführt hat.

Erginbilgic betonte, dass die festgelegten mittelfristigen Ziele "überzeugend und erreichbar" sind und das Unternehmen auf einen neuen Erfolgspfad führen sollen. Dies bedeutet jedoch auch einen Paradigmenwechsel für Rolls-Royce, da das Unternehmen nun bereit ist, Marktanteile aufzugeben, um die Rentabilität zu steigern. Dieser Ansatz steht im starken Kontrast zu früheren Strategien, bei denen die Expansion und die Gewinnung von Marktanteilen im Vordergrund standen.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der neuen Strategie ist die Trennung von Geschäftsbereichen, die in den nächsten fünf Jahren bis zu 1,5 Milliarden Pfund an Einnahmen generieren sollen. Dabei handelt es sich um Teile des Unternehmens, die auch die Rüstungsindustrie beliefern und Antriebe für die Energieerzeugung herstellen. Dieser Schritt soll dazu beitragen, die finanzielle Stabilität und Flexibilität von Rolls-Royce zu stärken.

Rolls-Royce ist ein bedeutender Akteur in der Luftfahrtindustrie und liefert Triebwerke für eine Vielzahl von Flugzeugen, darunter die Airbus-Modelle A330neo und A350. Trotz Herausforderungen, wie Problemen mit dem Trent-1000-Triebwerk in den vergangenen Jahren und den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Luftfahrtbranche, hat Rolls-Royce unter der Leitung von Erginbilgic bereits Maßnahmen ergriffen, um die Rentabilität zu steigern. Dazu gehören Preiserhöhungen für die Wartung und Kostensenkungen, die im ersten Halbjahr zu einer Verfünffachung des operativen Gewinns führten.

Erginbilgic zeigte sich auch offen für die Möglichkeit, wieder in den Markt für Triebwerke für Kurzstreckenflugzeuge einzusteigen, und sucht derzeit nach Partnern für die "UltraFan"-Technologie. Dies könnte eine weitere strategische Weichenstellung für Rolls-Royce darstellen und das Unternehmen in zukunftsträchtigen Marktsegmenten positionieren. Insgesamt scheint die neue Führung von Rolls-Royce entschlossen zu sein, das Unternehmen auf einen profitableren und zukunftsorientierten Kurs zu bringen, was bei den Aktionären bereits auf große Zustimmung gestoßen ist.

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