Rolex erhöht Preise für Luxusuhren
Goldmodelle betroffen, Anstieg durch gestiegenen Goldpreis und höhere Produktionskosten

Die Schweizer Luxusuhrenmarke Rolex hat zu Beginn des neuen Jahres die Preise für einige ihrer bekanntesten Modelle angehoben. Die Preiserhöhung betrifft insbesondere Uhren aus Gold, bei denen der Anstieg bis zu acht Prozent beträgt. So kostet beispielsweise die Day-Date aus Gelbgold mit schwarzem 40-Millimeter-Zifferblatt nun 44.200 Euro statt bisher 41.000 Euro. Auch die GMT-Master II aus Gelbgold verzeichnet eine ähnliche Preissteigerung und wird jetzt für 44.600 Euro angeboten, statt zuvor 41.300 Euro.
Ein wesentlicher Grund für diese Entwicklung ist der stark gestiegene Goldpreis. Im Jahr 2024 stieg der Wert des Edelmetalls um 27 Prozent – ein Zuwachs, der so ausgeprägt seit 14 Jahren nicht mehr beobachtet wurde. Diese Erhöhung hat direkte Auswirkungen auf die Produktionskosten der Goldmodelle von Rolex, was sich in den höheren Verkaufspreisen widerspiegelt. Bereits zu Beginn des Jahres 2024 hatte das Unternehmen die Preise für Modelle mit Gold um vier Prozent angehoben. Nun fällt die Anpassung deutlich stärker aus.
Während die Preisanstiege bei Uhren aus Gold markant sind, bleiben die Erhöhungen bei Modellen aus Stahl moderater. Der Preis für einen Cosmograph Daytona aus Stahl liegt jetzt bei 16.000 Euro, was einem Anstieg von etwa 3,2 Prozent im Vergleich zu den 15.500 Euro des Vorjahres entspricht. Die Submariner-Taucheruhr ohne Datum verzeichnete eine Steigerung von rund 1,6 Prozent und kostet nun 9.500 Euro.
Rolex gilt als die weltweit führende Luxusuhrenmarke und produziert jährlich über eine Million Uhren. Der geschätzte Umsatz des Unternehmens liegt bei mehr als 10 Milliarden Schweizer Franken, was etwa 11 Milliarden US-Dollar entspricht. Das Unternehmen wird von einer Stiftung kontrolliert, die zu Ehren des Mitgründers Hans Wilsdorf benannt ist.
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseDie jüngsten Preisänderungen unterstreichen die Bedeutung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere der Rohstoffpreise, für den Luxusgütermarkt. Sie betreffen vor allem Käufer von Goldmodellen, während Stahlmodelle vergleichsweise weniger stark von den Anpassungen betroffen sind.


