Rohstoff-Rundschau: Anglo American, Gold und Halbleiter im Fokus
Aktuelle Markteinschätzungen zu Anglo American, Sumitomo Bakelite und dem Goldpreis im asiatischen Handel.

Die neuesten Marktkommentare aus dem Rohstoff- und Grundstoffsektor zeigen ein gemischtes Bild: Während Anglo American von starken Teck-Zahlen profitiert, gerät Gold unter Druck – und Sumitomo Bakelite steht trotz Kursrückgang vor strukturellen Wachstumschancen.
Anglo American: Teck-Ergebnis treibt Kursanstieg
Der Aktienkurs von Anglo American legte am Donnerstag um 2,9 Prozent zu – doch die Ursache liegt nicht im eigenen Haus. Laut Analysten der Berenberg Bank ist der Kursanstieg primär auf das überdurchschnittliche Quartalsergebnis von Teck Resources zurückzuführen, das die Konsenserwartungen übertraf. Die beiden Bergbaukonzerne befinden sich in einem Zusammenschlussprozess, der einen der weltweit größten Bergbaukonzerne entstehen lassen soll.
Besonders hervorzuheben ist laut den Berenberg-Analysten der operative Fortschritt in der Mine Quebrada Blanca, die historisch als problematisch galt. Teck verzeichnete dort ein weiteres Quartal mit positiver Entwicklung. Das Management äußerte sich zudem zuversichtlich zur regulatorischen Genehmigung durch die chinesischen Behörden. Der Abschluss der Fusion wird für den Zeitraum zwischen September 2026 und März 2027 erwartet. Die Anglo-American-Aktie notierte zuletzt bei 3.725 Pence, ein Plus von 2,6 Prozent.
Sumitomo Bakelite: Halbleiternachfrage als Wachstumstreiber
Das japanische Unternehmen Sumitomo Bakelite könnte von der steigenden Nachfrage nach Verkapselungsmaterialien für Halbleiterchips profitieren. Die Analysten von SMBC Nikko Securities sehen das Unternehmen, dessen Kerngeschäft eben diese Verkapselungsmaterialien sind, für nachhaltiges Wachstum positioniert. Treiber sind höhere Umsätze und Investitionsausgaben bei sogenannten OSAT-Firmen – also Unternehmen, die Halbleitermontage und -tests im Auftrag übernehmen (Outsourced Semiconductor Assembly and Test).
Kurzfristig erwartet SMBC Nikko einen Gewinnanstieg, begünstigt durch eine höhere Kapazitätsauslastung bei OSAT-Kunden und anderen Abnehmern. Das Brokerhaus nimmt die Aktie mit einer „Neutral"-Einstufung und einem Kursziel von 7.100 Yen in die Beobachtung auf. Zum Zeitpunkt der Meldung notierte die Aktie 5,2 Prozent tiefer bei 6.774 Yen – ein Rückgang, der die vorsichtige Einstufung unterstreicht.
Gold unter Druck: Dollar-Stärke und Zinsspekulationen belasten
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Zur AktienanalyseIm asiatischen Handel gab der Goldpreis nach. Laut XM-Analyst Raffi Boyadjian hat die Erholung des US-Dollars in dieser Woche das Edelmetall eingeholt. Ein stärkerer Dollar macht das in Dollar denominierte Gold für Käufer aus anderen Währungsräumen teurer und dämpft damit die Nachfrage.
Zusätzlichen Druck erzeugt die wieder aufkeimende Diskussion um eine mögliche Zinserhöhung der US-Notenbank Federal Reserve im September. Ein höheres Zinsumfeld belastet Gold strukturell, da das Edelmetall keine laufenden Erträge wie Zinsen oder Dividenden abwirft. Der Spot-Goldpreis fiel um 0,15 Prozent auf 4.043,12 US-Dollar pro Feinunze.


