ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Rohöl nimmt Umwege: Tankerverkehr erreicht Rekordwerte weltweit

Der Beinahe-Stillstand in der Straße von Hormus zwingt Länder zu langen Alternativrouten für ihre Energieversorgung.

Rohöl nimmt Umwege: Tankerverkehr erreicht Rekordwerte weltweit

Rohöl und wichtige Erdölprodukte wie Benzin und Diesel nehmen derzeit weite Umwege zu ihren Bestimmungsorten. Der Beinahe-Stillstand in der Straße von Hormus hat Länder weltweit dazu gezwungen, ihren Energiebedarf über Routen zu decken, die noch vor wenigen Monaten vergleichsweise wenig befahren waren. Die globalen Energielieferketten stehen damit unter erheblichem Druck.

Besonders auffällig ist die Entwicklung rund um das afrikanische Kap der Guten Hoffnung. Der Verkehr von Tankern und Massengutfrachtern auf dieser Route liegt – gemessen an der Schiffskapazität – um etwa 20 Prozent höher als vor Beginn des Krieges der USA und Israels gegen den Iran Ende Februar. Mitte April erreichte der Tankerverkehr dort sogar einen Rekordwert.

Historische Bedeutung der Straße von Hormus

Die Straße von Hormus gilt als eine der strategisch wichtigsten Wasserstraßen der Welt. Durch sie fließt ein erheblicher Anteil des global gehandelten Rohöls, insbesondere aus den Golfstaaten wie Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Kuwait und dem Irak. Eine Unterbrechung oder auch nur eine starke Einschränkung des Verkehrs durch diese Meerenge hat unmittelbare Auswirkungen auf die globale Energieversorgung und die Ölpreise.

Seit dem Ausbruch des Konflikts zwischen den USA und Israel auf der einen sowie dem Iran auf der anderen Seite Ende Februar hat sich die Lage in der Region dramatisch verändert. Der Beinahe-Stillstand in der Straße von Hormus zwingt Energielieferanten und -abnehmer seither dazu, auf deutlich längere und kostenintensivere Alternativrouten auszuweichen.

Rekordverkehr am Kap der Guten Hoffnung und im Panamakanal

Neben dem Kap der Guten Hoffnung verzeichnet auch der Panamakanal erhöhte Durchfahrten von Tankern. Beide Routen haben zuletzt Höchststände beim Tanker- und Massengutfrachtverkehr erreicht. Die Umleitung über das Kap der Guten Hoffnung bedeutet für Schiffe, die etwa aus dem Persischen Golf nach Europa oder in die USA fahren, einen erheblichen Mehrweg von tausenden Seemeilen – und damit deutlich höhere Transportkosten sowie längere Lieferzeiten.

Für deutsche und europäische Verbraucher sowie Unternehmen ist diese Entwicklung von besonderer Relevanz. Höhere Transportkosten für Rohöl und Erdölprodukte können sich mittelfristig in den Preisen an der Zapfsäule und bei Heizöl niederschlagen. Auch energieintensive Industrien in Deutschland beobachten die Lage an den globalen Schifffahrtsrouten genau.

Die aktuelle Situation erinnert an frühere Episoden, in denen geopolitische Spannungen die Energieversorgungswege der Welt auf den Kopf stellten. Bereits während der Houthi-Angriffe auf Schiffe im Roten Meer in den Jahren 2023 und 2024 hatte der Tankerverkehr rund um das Kap der Guten Hoffnung stark zugenommen. Die jetzige Entwicklung übertrifft jedoch offenbar selbst jene Ausweichbewegungen und setzt neue Rekordmarken.

Straße Von HormusTankerverkehrKap Der Guten HoffnungRohölEnergieversorgungPanamakanalÖlpreise

Disclaimer