Roche steigert Gewinn um 5% – Währungseffekte bremsen Pharmaumsätze
Schweizer Pharmakonzern verfehlt Analystenerwartungen knapp, zeigt aber solides Wachstum bei Kernprodukten.

Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat im Geschäftsjahr 2025 einen bereinigten Betriebsgewinn von 21,8 Milliarden Schweizer Franken (28,48 Milliarden US-Dollar) erzielt. Das entspricht einem Zuwachs von 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allerdings blieb das Ergebnis leicht unter den Erwartungen der Analysten, die im Konsens mit 22 Milliarden Franken gerechnet hatten.
Die leichte Verfehlung der Gewinnprognose trübt die ansonsten positive Bilanz von CEO Thomas Schinecker, der seit fast drei Jahren an der Spitze des Konzerns steht. Zuletzt hatte Roche mit erfolgreichen Medikamentenstudien für Aufsehen gesorgt, was die Aktie deutlich beflügelte. Besonders Währungseffekte belasteten das Wachstum: Der US-Dollar verlor im vergangenen Jahr rund 12 Prozent gegenüber dem Schweizer Franken und ist auch 2026 bereits um mehr als 3 Prozent gefallen.
Für das laufende Geschäftsjahr 2026 zeigt sich Roche optimistisch. Der Konzern rechnet mit einem Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich. Beim Kerngewinn pro Aktie strebt das Management sogar ein Wachstum im hohen einstelligen Bereich an. Diese Prognose unterstreicht das Vertrauen in die Produktpipeline und die Marktposition.
Starke Performance bei Schlüsselprodukten
Die Multiple-Sklerose-Therapie Ocrevus entwickelte sich mit einem Umsatzplus von 9 Prozent auf 7,0 Milliarden Franken besonders erfreulich. Das Medikament übertraf damit die Erwartungen der Analysten. Auch das Hämophilie-Präparat Hemlibra konnte mit einem Wachstum von 11 Prozent auf 2,7 Milliarden Franken die Markterwartungen leicht übertreffen.
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Zur AktienanalyseBei anderen wichtigen Produkten blieb Roche hingegen etwas hinter den Prognosen zurück. Das Augenmedikament Vabsymo und die Brustkrebstherapie Phesgo verzeichneten zwar Zuwächse, erreichten aber nicht ganz den von Analysten erwarteten Marktkonsens. Diese gemischten Signale zeigen, dass der Konzern weiterhin vor Herausforderungen in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Marktumfeld steht.
Für deutsche Anleger bleibt Roche als einer der führenden Pharmakonzerne weltweit ein wichtiger Bestandteil vieler Portfolios. Die solide Geschäftsentwicklung trotz Währungsgegenwind und die zuversichtliche Prognose dürften das Vertrauen in die langfristige Wachstumsstrategie stärken.


