Roche erzielt mit Gazyvaro Durchbruch bei Lupus
Medikament erreicht Studienziele und zeigt deutliche Symptomverbesserung bei Autoimmunerkrankung

Roche hat in einer fortgeschrittenen klinischen Studie mit seinem Medikament Gazyvaro einen bedeutenden Erfolg erzielt. Das Mittel zeigte bei Patienten mit systemischem Lupus erythematodes, einer chronischen Autoimmunerkrankung, eine deutliche Linderung der Symptome. Der Pharmakonzern teilte mit, dass das Hauptziel der Studie erreicht wurde: Nach einem Jahr verzeichnete ein größerer Anteil der behandelten Patienten eine signifikante Verbesserung im Vergleich zur Standardtherapie. Zudem wurden alle wichtigen sekundären Endpunkte erfüllt, was die Wirksamkeit des Medikaments weiter unterstreicht.
Gazyvaro, das in den USA unter dem Namen Gazyva und in der Europäischen Union als Gazyvaro vermarktet wird, ist bisher vor allem zur Behandlung bestimmter Formen der Leukämie zugelassen. Nun könnte es auch bei Autoimmunerkrankungen Anwendung finden. Die neuen Studienergebnisse sollen laut Roche zeitnah den Zulassungsbehörden in den USA und Europa, darunter der FDA und der Europäischen Arzneimittelagentur, vorgelegt werden.
Sollte das Medikament eine Zulassung erhalten, wäre es das erste seiner Art, das gezielt auf B-Zellen – eine bestimmte Art weißer Blutkörperchen – wirkt, die eine zentrale Rolle bei der Entstehung von Lupus spielen. Diese Zellen gelten als ein wesentlicher Faktor für die Fehlsteuerung des Immunsystems, die bei der Erkrankung auftritt.
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Zur AktienanalyseSystemischer Lupus erythematodes betrifft weltweit mehr als drei Millionen Menschen, die überwiegende Mehrheit davon Frauen. Etwa die Hälfte der Patienten entwickelt innerhalb von fünf Jahren nach der Diagnose eine schwere Nierenkomplikation, die sogenannte Lupusnephritis. Zu den häufigen Krankheitszeichen gehören wiederkehrende Entzündungsschübe, die verschiedene Organe betreffen und langfristige Schäden verursachen können.


