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Roboter für den Mittelstand: Automatisierung leicht gemacht

Kleine Firmen profitieren von kostengünstigen und vielseitigen Robotersystemen

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Roboter für den Mittelstand: Automatisierung leicht gemacht

Roman Hölzl und sein Münchener Start-up Robco richten sich mit modularen Roboterarmen gezielt an kleine und mittlere Unternehmen, um diesen die Automatisierung zu erleichtern. Die Roboter von Robco können bis zu 40 Kilogramm heben und haben eine Reichweite von bis zu 2,5 Metern. Das System besteht aus vier Modulen und ermöglicht über 100 verschiedene Varianten. Viele Kunden von Robco wagen mit diesen Lösungen erstmals den Schritt zur Automatisierung. Der Roboterarm kann dabei unterschiedliche Aufgaben übernehmen, wie Schweiß- und Laserarbeiten sowie das Palettieren, und trägt zur Entlastung des Fachkräftemangels bei, indem er auch in Nacht- und Wochenendschichten einsatzbereit ist.

Auch andere Unternehmen wie das 2017 gegründete Start-up Fruitcore Robotics haben den Mittelstand als Zielgruppe erkannt. Fruitcore vertreibt das System Horst, einen Roboter, der bis zu 15 Kilogramm heben kann und eine Reichweite von 1,5 Metern aufweist. Die Kosten für einen Industrieroboter werden von Fruitcore über den Lebenszyklus von zehn Jahren auf etwa 300.000 Euro geschätzt. Ziel des Unternehmens ist es jedoch, diese Kosten auf 80.000 Euro zu senken. Eine grafische Oberfläche und integrierte Künstliche Intelligenz sollen die Bedienung vereinfachen und die laufenden Kosten reduzieren.

Die finanzielle Belastung und die nötige Sicherheitstechnologie stellen für viele kleine Unternehmen jedoch nach wie vor Hürden dar. Laut Werner Kraus, Leiter des Forschungsbereichs Automatisierung und Robotik am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung, können Roboter jedoch gerade für kleine Betriebe eine große Entlastung sein. Roboter könnten helfen, den steigenden Produktionskosten und dem Fachkräftemangel zu begegnen. Auch die International Federation of Robotics sieht die potenziellen Vorteile der Automatisierung in kleineren Unternehmen.

Robco bietet seinen Roboterarmen zudem eine Leasing-Option an, bei der monatlich 1.000 Euro fällig werden. Auch etablierte Hersteller wie Kuka AG richten sich zunehmend an den Mittelstand. Hier sind Roboter zu Preisen zwischen 15.000 und 30.000 Euro erhältlich. Die Nutzeroberflächen dieser Roboter werden so gestaltet, dass Mitarbeiter ohne große Umschulung mit ihnen arbeiten können, was eine sogenannte Easy-to-use-Automation ermöglicht.

Die aktuelle wirtschaftliche Unsicherheit führt jedoch dazu, dass viele Unternehmen zögern, in die Automatisierung zu investieren. Christopher Müller, Leiter der Abteilung Statistik der International Federation of Robotics, empfiehlt Unternehmen dennoch, fachliche Beratung in Anspruch zu nehmen und den Schritt zur Automatisierung entschlossen zu wagen, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

RobotikTechnologieFachkräfte

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