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Robotaxi-Lockerung in den USA: Tesla, Amazon und Google profitieren

Eine geplante US-Regeländerung könnte Bremspedale in autonomen Fahrzeugen abschaffen und Robotaxi-Entwicklern den Bau erheblich erleichtern.

Robotaxi-Lockerung in den USA: Tesla, Amazon und Google profitieren

Die zuständige US-Bundesbehörde für Fahrzeugsicherheit erwägt eine weitreichende Regeländerung im Bereich autonomes Fahren. Konkret geht es darum, die gesetzliche Pflicht zur Ausstattung von Robotaxis mit Bremspedalen aufzuheben. Davon würden führende Technologie- und Automobilunternehmen wie Tesla (TSLA), Amazon (AMZN) und Alphabet (GOOGL) direkt profitieren.

Bislang schreiben US-Sicherheitsvorschriften vor, dass Fahrzeuge mit klassischen Bedienelementen wie Lenkrad und Bremspedal ausgestattet sein müssen – Anforderungen, die ursprünglich für von Menschen gesteuerte Autos entwickelt wurden. Für vollständig autonome Fahrzeuge, die ohne menschlichen Fahrer auskommen, sind solche Elemente technisch nicht notwendig. Die mögliche Regeländerung würde diesen Umstand nun offiziell berücksichtigen.

Erleichterung für Robotaxi-Entwickler

Sollte die neue Regelung in Kraft treten, würde sie den Bau autonomer Fahrzeuge für Unternehmen wie Tesla, Amazon und Alphabet deutlich vereinfachen. Diese Firmen investieren seit Jahren massiv in die Entwicklung selbstfahrender Fahrzeuge und stehen kurz davor, ihre Robotaxi-Dienste in größerem Maßstab auszurollen. Wegfallende technische Anforderungen bedeuten geringere Produktionskosten und mehr Gestaltungsfreiheit beim Fahrzeugdesign.

Tesla arbeitet mit seinem sogenannten „Cybercab" an einem vollständig autonomen Fahrzeug ohne herkömmliche Bedienelemente. Amazon betreibt über seine Tochtergesellschaft Zoox ebenfalls ein Robotaxi-Programm. Alphabet wiederum ist mit seiner Waymo-Einheit bereits in mehreren US-Städten mit kommerziellen Robotaxi-Diensten aktiv.

Hintergrund: Regulierung hinkt Technologie hinterher

Die Debatte um die Anpassung von Fahrzeugsicherheitsvorschriften an autonome Fahrzeuge ist nicht neu. Regulierungsbehörden weltweit stehen vor der Herausforderung, bestehende Regelwerke, die für konventionelle Fahrzeuge konzipiert wurden, an die Realität moderner Fahrzeugtechnologie anzupassen. In den USA ist die zuständige Bundesbehörde – die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) – für die Überwachung dieser Sicherheitsanforderungen verantwortlich.

Für deutsche Anleger und Beobachter ist diese Entwicklung besonders relevant, da sie die Wettbewerbsposition amerikanischer Technologiekonzerne im globalen Rennen um autonomes Fahren weiter stärken könnte. Europäische Hersteller wie Volkswagen, BMW oder Mercedes-Benz verfolgen ebenfalls ambitionierte Pläne im Bereich selbstfahrender Fahrzeuge, agieren jedoch unter einem anderen regulatorischen Rahmen.

Die geplante Regellockerung in den USA könnte als Signal für andere Länder dienen, ihre eigenen Vorschriften zu überdenken und an den technologischen Fortschritt anzupassen. Ob und wann die Änderung tatsächlich in Kraft tritt, bleibt abzuwarten – der Regulierungsprozess in den USA sieht in der Regel öffentliche Kommentierungsphasen und weitere Prüfschritte vor.

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