Robinhood und BNY entwickeln gemeinsam App für Trump-Sparkonten
Das US-Finanzministerium benennt BNY Mellon als Finanzagenten – Robinhood baut die Technologieplattform für die neuen Kinderkonten.

Das US-Finanzministerium hat die Bank of New York Mellon (BNY) offiziell als designierten Finanzagenten für die sogenannten Trump-Konten benannt. BNY wird die ersten Konten verwalten und hat dafür eine Partnerschaft mit dem Brokerhaus Robinhood geschlossen. Gemeinsam entwickeln die beiden Unternehmen eine noch nicht veröffentlichte App, über die Kontoinhaber ihre Trump-Konten künftig verwalten sollen.
Die Ankündigung erfolgte in der CNBC-Sendung „Squawk on the Street". Vlad Tenev, Chairman und CEO von Robinhood Markets, erklärte dazu: „Wir sind stolz darauf, die Trump-Konten mit der Technologie von Robinhood zu unterstützen und mit einer traditionsreichen und vertrauenswürdigen Institution wie BNY zusammenzuarbeiten."
Was sind Trump-Konten?
Bei den Trump-Konten handelt es sich um steuerbegünstigte Anlagekonten für Kinder, die am 4. Juli – dem amerikanischen Unabhängigkeitstag – offiziell an den Start gehen sollen. Das Finanzministerium zahlt einmalig 1.000 US-Dollar als Startkapital für alle Kinder ein, die zwischen 2025 und 2028 geboren werden. Eltern, Erziehungsberechtigte, Freunde und weitere Personen können darüber hinaus jährlich bis zu 5.000 US-Dollar aus versteuertem Einkommen auf die Konten einzahlen.
Unternehmen haben zusätzlich die Möglichkeit, im Rahmen dieser 5.000-Dollar-Obergrenze bis zu 2.500 US-Dollar jährlich vor Steuern für Kinder ihrer Mitarbeiter beizusteuern. Ab 2028 wird das Einzahlungslimit an die Inflation angepasst. BNY hat sich gemeinsam mit mehreren anderen großen Arbeitgebern bereits verpflichtet, das staatliche Startkapital von 1.000 US-Dollar für Kinder von US-Angestellten zu verdoppeln.
Millionen Familien bereits angemeldet
Die Nachfrage nach den neuen Konten ist beachtlich: Zum 31. März hatten Steuerzahler laut der US-Steuerbehörde IRS bereits mehr als 4 Millionen Kinder für Trump-Konten angemeldet. Mehr als 1 Million Kinder waren dabei für den staatlichen Beitrag von 1.000 US-Dollar im Rahmen des Pilotprogramms berechtigt.
Eltern oder Erziehungsberechtigte können sich für die Konten anmelden, indem sie das IRS-Formular 4547 zusammen mit ihrer Steuererklärung für 2025 einreichen oder sich über die Website TrumpAccounts.gov registrieren. Der sogenannte „Authentifizierungsprozess" soll voraussichtlich im Mai beginnen, die Auszahlung des Startkapitals ist für den 4. Juli geplant. Auch Philanthropen in mehreren US-Bundesstaaten haben sich verpflichtet, Konten bestimmter qualifizierter Familien mit zusätzlichem Startkapital auszustatten.
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Zur AktienanalyseOffene Fragen zur Benutzeroberfläche
Trotz der positiven Resonanz bleiben laut Beobachtern noch wichtige Fragen offen. „Es bleiben sicherlich noch Fragen offen, wie die Benutzeroberfläche und das Produkt für die Kontoinhaber aussehen werden – und wie Finanzplanung und Coaching integriert werden könnten", hieß es in einer Einschätzung. Da zumindest ein Teil der Teilnehmer neu im Bereich des langfristigen Sparens sein werde, bestehe Bedarf an einer „beratungsähnlichen Anleitung".
Für deutsche Anleger und Beobachter des US-Marktes ist das Modell interessant: Es erinnert in Teilen an staatlich geförderte Sparmodelle wie den deutschen Vermögensaufbau für Kinder, geht jedoch mit dem direkten staatlichen Startkapital und der Einbindung privater Fintech-Anbieter wie Robinhood einen eigenen amerikanischen Weg.


