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RobCo sammelt 100 Millionen Dollar: Volkswagen setzt auf KI-Roboter

Münchener Start-up überzeugt Agnelli-Familie und Lightspeed Ventures mit modularer Robotik-Technologie

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RobCo sammelt 100 Millionen Dollar: Volkswagen setzt auf KI-Roboter

Das Münchener Robotik-Start-up RobCo hat in einer Finanzierungsrunde 100 Millionen Dollar eingesammelt. Angeführt wird die Runde vom US-Wagniskapitalgeber Lightspeed Ventures Partners und der Investmentgesellschaft der italienischen Fiat-Gründerfamilie Agnelli. Auch Volkswagen beteiligt sich über sein Investmentvehikel an dem aufstrebenden Unternehmen.

Zu den weiteren Investoren zählt der renommierte Silicon-Valley-Fonds Sequoia. Mit dem frischen Kapital will RobCo seine Expansion in den USA beschleunigen und die Entwicklung physischer künstlicher Intelligenz vorantreiben. Dabei handelt es sich um Maschinen, die dank KI autonom auf ihre Umgebung reagieren können.

Modulare Robotik für die Industrie

Gründer Roman Hölzl, der 2024 von der WirtschaftsWoche in der Kategorie "30 bis 2030" ausgezeichnet wurde, verfolgt eine klare Vision: "Unser Ziel ist es, repetitive Aufgaben zu automatisieren, damit Menschen sich auf anspruchsvollere Tätigkeiten konzentrieren können." Das 2020 gegründete Unternehmen entwickelt modular aufgebaute Roboter, die vielfältig einsetzbar sind.

Die Systeme können Waren auf Paletten stapeln, Bauteile entgraten oder gravieren. Zu den Kunden gehören bereits namhafte Unternehmen wie BMW und T-Systems. Die modulare Bauweise ermöglicht es Industriekunden, die Roboter flexibel an verschiedene Produktionsanforderungen anzupassen.

USA als Wachstumsmarkt

RobCo hat 2023 ein Büro in San Francisco eröffnet und einen kalifornischen Roboterhersteller übernommen. Die Strategie zahlt sich aus: Bereits ein Drittel des Umsatzes erwirtschaftet das Unternehmen in den Vereinigten Staaten. "Das ist ein Supersturm", erklärt Hölzl die Situation in den USA. "Boom der Industrie einerseits, Fachkräftemangel andererseits."

In den USA entstehen neue Fabriken, doch fehlen bereits heute Millionen Arbeitskräfte in der Industrie. Für Hölzl wird Automatisierung zur Überlebensfrage für produzierende Unternehmen. Die Agnelli-Familie begründet ihr Investment mit dem Potenzial der Technologie: "RobCo sticht hervor, weil das Unternehmen physische KI direkt in reale Produktionsumgebungen integriert."

Wettbewerb um KI-Robotik intensiviert sich

RobCo steht im Wettbewerb mit anderen deutschen Start-ups wie Agile Robots und Neura Robotics, die ebenfalls an KI-gesteuerten Maschinen arbeiten. Während in RobCo bislang insgesamt 160 Millionen Dollar an Risikokapital flossen, sammelte Agile Robots 270 Millionen Dollar ein. Neura Robotics, an dem die Agnelli-Familie ebenfalls beteiligt ist, konnte 185 Millionen Euro einwerben.

Die hohen Investitionssummen zeigen das Vertrauen der Kapitalgeber in die Zukunft der physischen KI. Mit der Beteiligung von Volkswagen erhält RobCo zudem Zugang zu einem potenziell großen Abnehmer in der Automobilindustrie. Die Partnerschaft könnte dem Start-up helfen, seine Technologie schneller zu skalieren und weitere Industriekunden zu gewinnen.

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