Rivian-Spin-off Mind Robotics mit 2 Milliarden Dollar bewertet
Das Industrie-Robotik-Startup sichert sich eine der größten Series-A-Runden der Branche.

Mind Robotics, das im November aus dem Elektrofahrzeughersteller Rivian ausgegliederte Robotik-Unternehmen, wird in seiner aktuellen Series-A-Finanzierungsrunde mit 2 Milliarden US-Dollar bewertet. Dies berichtet Reuters unter Berufung auf eine mit der Transaktion vertraute Person. Der Deal soll noch in diesem Monat abgeschlossen werden.
Die Finanzierungsrunde gilt als eine der größten Series-A-Runden, die je für ein Robotik-Unternehmen durchgeführt wurde. Sie folgt auf eine Seed-Finanzierung in Höhe von 115 Millionen Dollar, die Ende letzten Jahres von Eclipse Capital angeführt wurde. Accel-Partner Sameer Gandhi wird im Zuge des Deals in den Verwaltungsrat von Mind Robotics eintreten.
Gegründet wurde das in Palo Alto ansässige Unternehmen von RJ Scaringe, dem CEO und Gründer von Rivian. Rivian selbst fungiert als strategischer Partner und Großaktionär: Der Elektrofahrzeughersteller stellt Mind Robotics Trainingsdaten sowie eine Umgebung für die Einführung der Technologie zur Verfügung.
Fokus auf Industrieautomatisierung statt Humanoide
Mind Robotics entwickelt eine sogenannte Full-Stack-Plattform, die Basismodelle, spezialisierte Roboter und eine Implementierungsinfrastruktur umfasst. Ziel ist die Automatisierung von Industrie- und Fertigungsaufgaben in großem Maßstab. Das Startup will dabei gezielt die Lücke schließen, die bei Aufgaben besteht, die menschenähnliche Geschicklichkeit und Anpassungsfähigkeit erfordern.
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Zur AktienanalyseSchlüsselmärkte für das Unternehmen sind Hersteller, die zunehmend mit Arbeitskräftemangel konfrontiert sind und unter Druck stehen, veraltete Produktionslinien zu modernisieren. Scaringe betonte, Mind Robotics wolle sich auf traditionelle Fabrikroboter-Designs konzentrieren – und nicht auf humanoide Roboter, die derzeit viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
Damit grenzt sich das Unternehmen bewusst von Wettbewerbern wie Tesla mit seinem Optimus-Roboter oder dem von Nvidia unterstützten Figure AI ab, die beide auf menschenähnliche Roboterformen setzen. Branchenexperten mahnen jedoch zur Geduld: Die Kommerzialisierung fortschrittlicher Robotik bleibe ein langer Weg, da das Training der zugrundeliegenden Basismodelle enorme Datenmengen erfordere – eine Ressource, die im großen Maßstab nur schwer zu beschaffen sei.


