Rivian, Mobileye und CN Rail im Analystencheck
Piper Sandler stuft Rivian und Mobileye hoch, während CN Rail mit starken Quartalszahlen und Prognoseanhebung überzeugt.

Der Auto- und Transportsektor steht im Fokus der Analysten: Piper Sandler zeigt sich optimistisch gegenüber Unternehmen, die mithilfe hauseigener Expertise Maschinen der nächsten Generation entwickeln. Dazu zählen Technologien wie Robotaxis, wiederverwendbare Raketen und humanoide Roboter. Die Analysten Alexander Potter und Ben Johnson sehen in dieser Entwicklung einen strukturellen Vorteil für ausgewählte Unternehmen – insbesondere in Zeiten, in denen Künstliche Intelligenz etablierte Branchen grundlegend verändert.
Im Mittelpunkt stehen dabei Rivian und Mobileye. Beide Unternehmen verfolgen laut Piper Sandler sogenannte vertikal integrierte Modelle, die es ihnen ermöglichen, Fahrzeuge und Systeme der nächsten Generation zu entwickeln, ohne auf externe Zulieferer oder noch nicht existierende Lieferketten angewiesen zu sein. Dieser strategische Vorteil überzeugt die Analysten, beide Aktien von „Neutral" auf „Overweight" hochzustufen.
Die Kursziele wurden ebenfalls angehoben: Für Rivian steigt das Ziel von 18 auf 20 US-Dollar, für Mobileye von 10 auf 12 US-Dollar. Für deutsche Anleger sind beide Unternehmen relevant – Rivian als US-amerikanischer Elektrofahrzeughersteller und Mobileye als führender Anbieter von Fahrerassistenzsystemen, der mehrheitlich zu Intel gehört.
CN Rail übertrifft Erwartungen deutlich
Auch im Eisenbahnsektor gibt es positive Nachrichten: CN Rail, einer der größten Schienenfrachtbetreiber Nordamerikas, hat im zweiten Quartal die Erwartungen der Analysten klar übertroffen. Laut einem Bericht von RBC-Analyst Walter Spracklin fiel die jüngste Anhebung der Unternehmensprognose höher aus als erwartet.
Spracklin rechnet auf Basis der neuen Prognose mit einem Gewinn je Aktie (EPS) von 8,16 US-Dollar – deutlich über dem Marktkonsens von 7,94 US-Dollar und seiner eigenen Schätzung von 8,05 US-Dollar. Das entspricht einem Wachstum von rund 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für das zweite Halbjahr erwartet CN Rail zwar nur ein Volumenwachstum im niedrigen einstelligen Bereich, doch Spracklin sieht darin „weiteres Aufwärtspotenzial, falls sich die Bedingungen weiter verbessern" – was er für wahrscheinlich hält.
Besonders bemerkenswert: CN Rail erzielt dieses Wachstum ohne eine Erhöhung der Investitionsausgaben. Frühere Investitionen hätten bereits ausreichend Kapazitäten geschaffen, um höhere Frachtvolumina zu bewältigen. Das könnte den freien Cashflow des Unternehmens in den kommenden Quartalen spürbar ankurbeln.
Morgan Stanley sieht Strategiewechsel als Erfolg
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Zur AktienanalyseRavi Shanker von Morgan Stanley wertet das starke Quartalsergebnis von CN Rail als Beweis dafür, dass die im vergangenen Jahr eingeleitete Neuausrichtung des Unternehmens Früchte trägt. Er bezeichnet das Ergebnis als das „deutlichste bereinigte Übertreffen der Erwartungen im Eisenbahnsektor in dieser Saison" – das bereinigte EBIT lag 6 Prozent über den Prognosen.
Shanker hebt hervor, dass die Prognoseanhebung signalisiert, dass das Management den aktuellen Zyklus trotz weiterhin konservativer Annahmen positiver einschätzt als bisher. Er sieht zudem Raum für weitere Anhebungen, da Treibstoffkosten und Wechselkurse im zweiten Halbjahr zusätzliche Unterstützung bieten könnten.
„Im vergangenen Herbst war der Markt begeistert von der Neuausrichtung der Ziele, der Kommunikation und der Investitionsausgaben von CNR, und das heutige Übertreffen der Erwartungen samt Prognoseanhebung ist das erste echte Zeichen dafür, dass der neue Plan greift", so Shanker. Für Investoren, die auf den nordamerikanischen Transportsektor setzen, liefert CN Rail damit ein klares positives Signal.


