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Rivian hebt Auslieferungsprognose an – Lucid enttäuscht die Wall Street

Gemischte Quartalszahlen bei US-Elektroautoherstellern: Rivian übertrifft Erwartungen deutlich, Lucid bleibt hinter Analysten-Konsens zurück.

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Rivian hebt Auslieferungsprognose an – Lucid enttäuscht die Wall Street

Die Elektroautohersteller Rivian Automotive und Lucid Group haben am Donnerstag ihre Auslieferungszahlen für das zweite Quartal 2025 veröffentlicht – mit gegensätzlichen Ergebnissen. Während Rivian die Erwartungen der Analysten klar übertraf und seine Jahresprognose anhob, verfehlte Lucid den Analystenkonsens und kündigte gleichzeitig einen Umbau der Führungsebene an.

Rivian meldete für das zweite Quartal die Produktion von 12.613 Fahrzeugen sowie die Auslieferung von 12.194 Einheiten. Damit übertraf das Unternehmen sowohl den Analystenkonsens von FactSet, der bei 11.000 Einheiten lag, als auch den eigenen Ausblick, der Auslieferungen zwischen 9.000 und 11.000 Fahrzeugen vorsah. Die Rivian-Aktie reagierte positiv und stieg im frühen Handel am Donnerstag um rund 6 Prozent.

Infolge der starken Quartalszahlen hob Rivian seine Auslieferungsprognose für das Gesamtjahr 2026 an. Das Unternehmen rechnet nun mit der Auslieferung von 65.000 bis 70.000 Fahrzeugen, nachdem die vorherige Prognose noch bei 62.000 bis 67.000 Einheiten gelegen hatte. Die Finanzergebnisse für das zweite Quartal will Rivian am 30. Juli 2025 veröffentlichen.

Rivians Wachstum durch R1-Serie und neues R2-Modell

Als Treiber der höheren Auslieferungen nannte Rivian den elektrischen Lieferwagen sowie die Flaggschiff-Produkte der R1-Serie. Darüber hinaus begann das Unternehmen im zweiten Quartal mit der Auslieferung seines mittelgroßen SUV-Modells R2. Die Produktion dieses neuen Modells wird derzeit im einzigen Rivian-Werk in Normal, Illinois, hochgefahren, das über eine jährliche Kapazität von 160.000 Fahrzeugen verfügt.

Lucid hingegen meldete für das zweite Quartal die Produktion von 4.774 Fahrzeugen und die Auslieferung von 3.953 Einheiten. Die Auslieferungszahlen blieben damit laut FactSet unter den Erwartungen der Wall Street, die bei 5.000 Einheiten lagen. Das Verfehlen der Prognose fällt in eine Phase des Umbruchs beim Unternehmen.

Führungswechsel bei Lucid unter neuem CEO Napoli

Zusammen mit den Auslieferungszahlen kündigte Lucid ein neues Führungsteam unter CEO Silvio Napoli an, der die Leitung des Unternehmens im Juni übernommen hatte. Das neue Organisationsformat soll laut Unternehmensangaben die „Unternehmensstruktur vereinfachen" und die Anzahl der direkt an den CEO berichtenden Führungskräfte halbieren.

Besonders hervorzuheben ist der bevorstehende Abgang von Lucid-CFO Taoufiq Boussaid. Er wird das Unternehmen nach einer Übergabe an seinen Nachfolger Alexander De Bock verlassen, der zuletzt als CFO des Automobilzulieferers TI Automotive tätig war.

Zum Vergleich: Branchenführer Tesla meldete für das zweite Quartal 480.126 Fahrzeugauslieferungen und übertraf damit ebenfalls die Erwartungen. Davon entfielen 467.762 Einheiten auf die Einstiegslimousine Model 3 und den beliebten SUV Model Y. Tesla schlüsselt die genauen Auslieferungszahlen nicht nach Regionen oder einzelnen Modellen auf. Die starken Tesla-Zahlen unterstreichen, wie groß der Abstand zwischen dem Marktführer und den kleineren EV-Herstellern wie Rivian und Lucid nach wie vor ist.

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