Rio Tinto verkauft Meerwasserentsalzungsanlage an Yindjibarndi WaterCo
Der Bergbaukonzern gibt seinen Anteil an der A$1,1-Milliarden-Anlage ab und setzt damit seine Desinvestitionsstrategie fort.

Rio Tinto hat am Montag bekannt gegeben, dass das Unternehmen gemeinsam mit der Regierung von Western Australia seinen Anteil am Joint Venture der Dampier-Meerwasserentsalzungsanlage an Yindjibarndi WaterCo veräußern wird. Die Anlage befindet sich derzeit zu gleichen Teilen im Besitz von Rio Tinto und der westaustralischen Landesregierung. Der Schritt ist Teil der übergeordneten Kapitalfreisetzungsstrategie des britisch-australischen Bergbauriesen.
Die Dampier-Meerwasserentsalzungsanlage verfügt über ein Baubudget von 1,1 Milliarden australischen Dollar – umgerechnet rund 770 Millionen US-Dollar. Nach ihrer Fertigstellung soll die Anlage jährlich acht Gigaliter entsalztes Wasser für das sogenannte West Pilbara Water Supply Scheme liefern. Das Pilbara ist eine der rohstoffreichsten Regionen Australiens und beheimatet zahlreiche Bergbauoperationen, die auf eine gesicherte Wasserversorgung angewiesen sind.
Transaktion soll bis Jahresende abgeschlossen sein
Rio Tinto erklärte, dass die genauen Konditionen der Transaktion vertraulich behandelt werden. Mit einer verbindlichen Vereinbarung rechnet das Unternehmen bis Ende des Jahres 2025. Bis zum Abschluss des Deals wird Rio Tinto die Bauleitung für die Anlage in Western Australia weiterführen und damit die laufenden Bauarbeiten sicherstellen.
Das Unternehmen begründete die geplante Veräußerung mit seiner Strategie zur Wertsteigerung für die Aktionäre. „Die geplante Veräußerung spiegelt die Verpflichtung von Rio Tinto wider, im Rahmen seiner Strategie zur Wertsteigerung für die Aktionäre Kapital freizusetzen", so das Unternehmen in seiner offiziellen Mitteilung. Rio Tinto hatte zuvor ein Ziel angekündigt, durch Desinvestitionen zwischen 5 und 10 Milliarden US-Dollar zu generieren.
Desinvestitionsstrategie mit klarem Zielrahmen
Der Verkauf der Meerwasserentsalzungsanlage reiht sich in eine breitere Portfoliobereinigung des Konzerns ein. Mit dem angestrebten Desinvestitionsvolumen von 5 bis 10 Milliarden US-Dollar verfolgt Rio Tinto eine klare Strategie, Kapital aus Nicht-Kernbereichen freizusetzen und in strategisch wichtigere Projekte umzulenken. Für Aktionäre ist dies ein Signal, dass das Management aktiv an der Optimierung der Kapitalstruktur arbeitet.
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Zur AktienanalyseYindjibarndi WaterCo, der künftige Eigentümer der Anlage, ist mit dem indigenen Yindjibarndi-Volk der Region verbunden. Die Transaktion hat damit auch eine gesellschaftliche Dimension, da sie lokale Gemeinschaften stärker in die Infrastruktur der Region einbindet.
Investoren können bereits am Mittwoch mehr Einblick in die finanzielle Lage des Konzerns erhalten: Rio Tinto wird an diesem Tag seine Halbjahresergebnisse vorlegen. Analysten und Aktionäre dürften dabei besonders auf Fortschritte bei der Desinvestitionsstrategie sowie auf Kommentare zur weiteren Entwicklung des Wasserinfrastrukturprojekts achten.

