ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Rio Tinto setzt auf Lithium in Chile

Neue Projekte mit Codelco und ENAMI nutzen unbewährte DLE-Technologie unter Preisdruck

 Rio Tinto setzt auf Lithium in Chile

Rio Tinto wird künftig eine zentrale Rolle in zwei neuen Lithium-Projekten in Chile übernehmen. Gemeinsam mit den staatlichen Bergbauunternehmen Codelco und ENAMI plant der Rohstoffkonzern Investitionen in die Projekte Maricunga und Altoandinos. Damit wagt sich das Unternehmen in einen Markt, der bislang nur von zwei Akteuren – SQM aus Chile und Albemarle aus den USA – dominiert wurde. Rio Tinto wird 49 Prozent am Maricunga-Projekt und 51 Prozent an Altoandinos halten und die operative Leitung beider Vorhaben übernehmen.

Besonderes Augenmerk liegt auf dem Einsatz der sogenannten Direct Lithium Extraction (DLE), einer Technologie zur Gewinnung von Lithium aus Sole. Diese Methode gilt als umweltschonender und effizienter im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren, wurde bislang jedoch weltweit kaum in großem Maßstab umgesetzt. In Chile wäre dies der erste kommerzielle Einsatz dieser Technologie. Derzeit betreibt Rio Tinto bereits eine Pilotanlage mit DLE-Technologie im argentinischen Projekt Rincon und hat kürzlich das US-amerikanische Unternehmen Arcadium übernommen, das ebenfalls mit DLE arbeitet.

Für das Maricunga-Projekt ist ein Baubeginn in drei bis fünf Jahren geplant, sobald die erforderlichen Umweltgenehmigungen aktualisiert wurden. Rio Tinto plant, bis zu 900 Millionen US-Dollar in das Projekt zu investieren und alle Phasen von Planung über Bau bis hin zu Betrieb und Vertrieb zu übernehmen. Beim Projekt Altoandinos soll eine Anfangsinvestition von 425 Millionen US-Dollar für vorbereitende Studien getätigt werden, ehe eine finale Investitionsentscheidung fällt.

Die Entwicklung dieser Projekte erfolgt vor dem Hintergrund stark gefallener Lithiumpreise seit Ende 2022, was sowohl Investoren als auch Projektentwickler unter Druck setzt. Marktbeobachter sehen in der Skalierung der DLE-Technologie einen entscheidenden Erfolgsfaktor, insbesondere im Hinblick auf Zuverlässigkeit und Effizienz. Codelco strebt eine schrittweise Einführung der Technologie an, während Rio Tinto den sofortigen Einsatz favorisiert. Zwischen beiden Partnern muss nun geklärt werden, welche technische Umsetzung geeignet ist.

Neben Rio Tinto bewarben sich auch Unternehmen aus China, Frankreich und Südkorea um eine Beteiligung. Codelco wurde bei der Suche nach einem Partner von der Investmentbank Rothschild beraten. Zudem steht eine separate Vereinbarung zwischen Codelco und SQM über eine Zusammenarbeit in der Atacama-Region kurz vor dem Abschluss.

Rio TintoLithiumInvestitionenChile

Disclaimer