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Rio Tinto erhöht Gemeinschaftsfonds in Kanada um 30 Prozent

Der Bergbaukonzern Rio Tinto stockt seinen kanadischen Gemeinschaftsfonds RTCF auf 13 Millionen Kanadische Dollar jährlich auf.

Rio Tinto erhöht Gemeinschaftsfonds in Kanada um 30 Prozent

Der britisch-australische Bergbaukonzern Rio Tinto erhöht seine jährlichen Gemeinschaftsinvestitionen in Kanada um 30 Prozent. Über den Rio Tinto Canada Fund (RTCF) stehen künftig 13 Millionen Kanadische Dollar pro Jahr zur Verfügung. Das Geld soll gemeinschaftsgeführte Initiativen im ganzen Land unterstützen.

Der RTCF wurde 2008 gegründet und dient als nationale Plattform des Konzerns für Gemeinschaftsinvestitionen in Kanada. Seit seiner Gründung hat der Fonds fast 190 Millionen Kanadische Dollar investiert und dabei mehr als 600 Organisationen unterstützt. Rio Tinto ist in Kanada in den Bereichen Eisenerz, Titandioxid, Diamanten und Aluminium tätig.

Drei strategische Säulen

Der Fonds konzentriert sich auf drei strategische Schwerpunkte: gesellschaftliche Resilienz, Aussöhnung mit indigenen Völkern und Naturschutz. Diese Säulen spiegeln laut Rio Tinto die gemeinsamen Prioritäten der Gemeinschaften in ganz Kanada wider. Die Erhöhung der Mittel reagiere auf die sich ständig weiterentwickelnden Bedürfnisse der Bevölkerung vor Ort.

Jérôme Pécresse, CEO von Rio Tinto Aluminium und Lithium, begründete die Aufstockung mit dem gesellschaftlichen Wandel: „Über den RTCF tragen wir dazu bei, die Aussöhnung mit den indigenen Völkern voranzutreiben, den Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung zu verbessern, das Wohlbefinden zu fördern und die Umwelt für künftige Generationen zu schützen." Pécresse betonte zudem, dass Rio Tinto damit eine aktive Rolle als wichtiger Stakeholder in den Regionen einnehme, in denen der Konzern tätig ist.

Im Bereich gesellschaftliche Resilienz unterstützt der RTCF Initiativen in folgenden Bereichen:

  • Wohlbefinden und psychische Gesundheit
  • Bildung und Innovationen im Gesundheitswesen
  • Suchtprävention und Ernährungssicherheit

Zu den geförderten Partnerschaften zählen unter anderem der Breakfast Club of Canada, Alloprof, Moisson Montréal und die Carrier Sekani Family Services. Darüber hinaus unterstützt Rio Tinto acht Krankenhausstiftungen in der Provinz Québec. Zuletzt stellte der RTCF der McGill University Health Centre Foundation eine Million Kanadische Dollar für die MI4-Initiative bereit, die Forschung zu Infektionen, Immunität und globalen Gesundheitsherausforderungen fördert.

Partnerschaft mit indigenen Gemeinschaften

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit mit indigenen Völkern. Der RTCF unterstützt von indigenen Gemeinschaften geleitete Initiativen, die Kulturerhalt, Bildung, ökologische Verantwortung und den Aufbau lokaler Kapazitäten in den Mittelpunkt stellen. Zu den Partnern zählen die Haisla Nation, Cheslatta Carrier Nation, Stellat'en First Nation, Nadleh Whut'en und Saik'uz First Nation in British Columbia sowie die Innu-Gemeinschaften Pekuakamiulnuatsh, Ekuanitshit und Uashat Mak Mani-Utenam in Québec.

Seit mehr als einem Jahrzehnt arbeitet der RTCF zudem mit der Organisation Indspire zusammen, um Studierende der First Nations, Inuit und Métis in ganz Kanada finanziell zu fördern. Diese langjährige Partnerschaft unterstreicht das Bestreben des Konzerns, Bildungschancen für indigene Bevölkerungsgruppen nachhaltig zu verbessern.

Im Bereich Naturschutz fördert der RTCF Projekte zum Erhalt der biologischen Vielfalt, zum Schutz von Süßwasserressourcen und zur Klimaresilienz. Forschungspartnerschaften bestehen unter anderem mit der University of Northern British Columbia und der Groupe de recherche sur l'écosystème du fjord du Saguenay. Für Rio Tinto ist Kanada ein zentraler Markt – der RTCF soll das Engagement des Konzerns in den Regionen sichtbar machen und langfristig positive Wirkung erzielen.

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