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Rheinmetall plant Panzerfabrik in der Ukraine

Rheinmetall plant Panzerfabrik in der Ukraine - umstrittenes Geschäft in Zeiten des Krieges

Rheinmetall plant Panzerfabrik in der Ukraine

Rheinmetall, der deutsche Rüstungskonzern, plant eine Panzerfabrik in der Ukraine zu bauen. Das Werk könnte für rund 200 Millionen Euro gebaut werden und jährlich bis zu 400 Kampfpanzer vom Typ "Panther" produzieren. Das Werk soll auch mit einem Luftabwehrsystem gegen russische Angriffe geschützt werden. Der "Panther" ist eines der modernsten Waffensysteme der Welt und noch keine Armee hat ihn bisher im Einsatz. Rheinmetall hat bisher rund 250 Panzer im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg zur Verfügung gestellt.

Rheinmetall-Chef Armin Papperger betonte, dass die Gespräche mit der ukrainischen Regierung "vielversprechend" seien und er hoffe auf eine Entscheidung "in den nächsten zwei Monaten". Er betonte auch, dass die Ukraine für einen Sieg 600 bis 800 Panzer brauche und dass der Bau neuer Panzer schnell beginnen müsse, damit die Menge zusammenkomme. Laut Papperger wird der Krieg in der Ukraine "wahrscheinlich noch Jahre" dauern.

Allerdings gibt es auch Bedenken, da der russische Ex-Präsident Dmitri Medwedjew auf Telegram mit dem Beschuss einer solchen Panzerfabrik drohte. "Das Ereignis wird mit gebührendem Salut aus 'Kalibr' und anderen pyrotechnischen Anlagen begangen", schrieb er. "Kalibr" sind Marschflugkörper, die in erster Linie von Schiffen aus verschossen werden. Die russische Schwarzmeerflotte hatte sie in den vergangenen Monaten intensiv für den Beschuss ukrainischer Energieanlagen genutzt.

Rheinmetall hat seit Kriegsbeginn nach eigenen Angaben 1200 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt und rechnet für die kommenden Jahre im militärischen Geschäft mit 15 bis 20 Prozent Umsatzwachstum pro Jahr. Der Kurs der Rheinmetall-Aktie hat sich seit dem Ausbruch des Ukraine-Krieges vor gut einem Jahr fast verdoppelt, das Unternehmen ist an der Börse fast elf Milliarden Euro wert. Am Freitag gab die Deutsche Börse bekannt, dass der Rüstungshersteller in den deutschen Leitindex DAX aufgenommen wird. Rheinmetall ersetzt dort den Dialysespezialisten Fresenius Medical Care (FMC), dessen Aktien seit 1999 ununterbrochen im DAX notiert waren. FMC steigt dafür in den MDAX ab.

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