Rheinmetall-KNDS-Joint-Venture erhält Großauftrag
Bundeswehr bestellt 84 Radhaubitzen inklusive Ausbildung und Service

Das Gemeinschaftsunternehmen Artec, getragen von Rheinmetall AG und KNDS Deutschland, hat einen bedeutenden Auftrag von der Bundeswehr erhalten. Grundlage ist ein bestehender Rahmenvertrag mit dem Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr. Beauftragt wurde die Lieferung der ersten 84 Radhaubitzen des Typs RCH155 einschließlich umfangreicher begleitender Leistungen. Der Auftragswert für das Gemeinschaftsunternehmen liegt bei rund 1,2 Milliarden Euro.
Neben den eigentlichen Waffensystemen umfasst der Auftrag auch Ausbildungsmittel für das Bedien- und Wartungspersonal sowie Serviceleistungen und logistische Unterstützung. Diese Zusatzleistungen sind integraler Bestandteil des Vertrags und sollen sicherstellen, dass die Systeme nach ihrer Auslieferung zeitnah in den operativen Betrieb integriert werden können. Die Lieferungen der Radhaubitzen sollen ab dem Jahr 2027 beginnen und bis 2029 abgeschlossen sein.
Die RCH155 ist eine vollautomatisierte Radhaubitze, die auf einem geschützten Fahrgestell basiert und für den mobilen Einsatz konzipiert ist. Sie gilt als ein zentrales Modernisierungselement der Artilleriefähigkeiten der Bundeswehr und soll bestehende Systeme ergänzen. Mit der Entscheidung für dieses System verfolgt die Bundeswehr das Ziel, ihre Einsatzbereitschaft und Mobilität zu erhöhen und gleichzeitig den Schutz der Besatzungen zu verbessern.
Für Artec stellt der Auftrag einen weiteren Schritt in der langfristigen Zusammenarbeit mit dem deutschen Verteidigungsministerium dar. Das Joint Venture fungiert als industrieller Hauptauftragnehmer und koordiniert die Leistungen der beteiligten Partner. Rheinmetall bringt dabei insbesondere Kompetenzen in den Bereichen Fahrzeugsysteme, Waffenintegration und Logistik ein, während KNDS Deutschland seine Erfahrung im Bereich schwerer Artilleriesysteme beisteuert.
Der Auftrag reiht sich in eine Serie größerer Beschaffungsentscheidungen ein, mit denen Deutschland seine Streitkräfte umfassend modernisiert. Neben Artilleriesystemen wurden zuletzt auch gepanzerte Fahrzeuge und weitere militärische Ausrüstung bestellt. Für die beteiligten Industrieunternehmen bedeutet dies eine langfristige Planungssicherheit sowie eine hohe Auslastung der Produktionskapazitäten über mehrere Jahre hinweg.
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Zur AktienanalyseMit dem nun vergebenen Auftrag wird der Rahmenvertrag erstmals konkret umgesetzt. Die weiteren Abrufe aus dem Vertrag bleiben davon unberührt und könnten zu zusätzlichen Bestellungen führen. Artec und seine Gesellschafter positionieren sich damit weiterhin als zentrale Lieferanten moderner Landfahrzeugsysteme für die Bundeswehr und andere internationale Kunden.


