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Rheinmetall-Chef Papperger: Alleingang auf der Bilanzpressekonferenz

Armin Papperger überraschte Anleger mit einem ungewöhnlichen Auftritt – und zeigt einmal mehr, wie er Rheinmetall führt.

Rheinmetall-Chef Papperger: Alleingang auf der Bilanzpressekonferenz

Armin Papperger ist kein gewöhnlicher Vorstandschef. Das machte der Rheinmetall-CEO am Mittwoch auf der Bilanzpressekonferenz des Düsseldorfer Rüstungskonzerns unmissverständlich klar. Während andere Konzernlenker bei solchen Anlässen ihre Vorstandskollegen ausführlich zu Wort kommen lassen, bestritt Papperger den wichtigen Termin kurzerhand im Alleingang.

Dieses Vorgehen passt zur Führungsphilosophie des Managers, der Rheinmetall in den vergangenen Jahren von einem Automobilzulieferer zu einem der bedeutendsten Rüstungskonzerne Europas transformiert hat. Papperger gilt als Macher, der klare Ansagen bevorzugt und wenig Wert auf Konsens um des Konsenses willen legt.

Kurs halten trotz Gegenwind

Besonders auffällig: Papperger denkt nicht daran, seinen Kurs zu ändern, selbst wenn Anleger oder Kunden nicht vollständig überzeugt sind. Diese Sturheit – oder Überzeugungsstärke, je nach Perspektive – ist charakteristisch für seinen Führungsstil. An der Börse hat sich diese Haltung bislang ausgezahlt: Die Rheinmetall-Aktie gehört seit dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs zu den stärksten Werten im DAX.

Die Rüstungsbranche befindet sich in einem historischen Aufschwung. Europäische Regierungen erhöhen ihre Verteidigungsausgaben massiv, und Rheinmetall profitiert als einer der größten Rüstungsproduzenten des Kontinents überproportional davon. Papperger hat das Unternehmen frühzeitig auf diesen Trend ausgerichtet – und lässt sich von Kritik daran offenbar nicht beirren.

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