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Rheinmetall-Aktie auf Erfolgskurs trotz Unsicherheiten

Analysten erwarten weiteres Wachstum durch steigende Verteidigungsausgaben und globale Nachfrage

Rheinmetall-Aktie auf Erfolgskurs trotz Unsicherheiten

Die Rheinmetall-Aktie hat in den letzten Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung an der Börse gezeigt. Seit dem Beginn des Jahres 2022 stieg der Kurs des Düsseldorfer Rüstungskonzerns um beeindruckende 638 Prozent. Zum Vergleich: Der US-amerikanische Chiphersteller Nvidia erreichte im gleichen Zeitraum ein Plus von knapp 360 Prozent. Die Börsenrally von Rheinmetall wurde maßgeblich durch den Ukrainekrieg befeuert, da das Unternehmen wichtige Rüstungsgüter wie Panzer und Munition liefert, die in der Verteidigung gegen den russischen Angriff benötigt werden.

Analysten sehen auch unter der designierten Präsidentschaft von Donald Trump keine negativen Auswirkungen auf die Rheinmetall-Aktie. Sie gehen davon aus, dass die Nachfrage nach Rüstungsgütern hoch bleiben wird, unabhängig von politischen Entwicklungen. Alexander Neuberger vom Bankhaus Metzler sieht keinen Grund zur Sorge und betont, dass Rheinmetall global von steigenden Verteidigungsausgaben profitiert. Dem Finanzdienst LSEG zufolge raten derzeit 16 von 19 Analysten zum Kauf der Aktie.

Trotz Gewinnmitnahmen seit dem Rekordhoch von 663,80 Euro Anfang Dezember bleibt der Aufwärtstrend der Aktie intakt. Analysten wie Jörg Scherer von HSBC Deutschland betrachten die jüngsten Kursverluste von rund acht Prozent als vorübergehend, solange der Kurs nicht unter die Marke von 570 Euro fällt. Fundamentale Faktoren wie die steigenden Verteidigungsbudgets in Europa und anderen westlichen Ländern sprechen weiterhin für Rheinmetall. Insbesondere die Nato fordert eine Erhöhung der Verteidigungsausgaben, wobei ein Ziel von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts im Gespräch ist.

Die Zukunftsaussichten für Rheinmetall bleiben positiv. Analysten heben hervor, dass der Konzern aufgrund leerer Munitionsdepots weltweit weiterhin von einer hohen Nachfrage profitieren wird, selbst wenn der Ukrainekrieg endet. Der Konzern selbst rechnet mit einer Verdopplung seines Umsatzes von zehn Milliarden Euro im laufenden Jahr auf 20 Milliarden Euro bis 2027. Mit einer operativen Renditemarge von 15 Prozent, die bis 2027 auf 18 Prozent steigen könnte, gehört Rheinmetall zu den profitabelsten Unternehmen seiner Branche.

Die Analysten prognostizieren im Durchschnitt ein Kursziel von 700 Euro, etwa 15 Prozent über dem aktuellen Kurs von 609 Euro. Zwar sehen einige Experten im Falle eines Waffenstillstands in der Ukraine kurzfristige Kursverluste, diese wären jedoch ihrer Einschätzung nach nicht durch Fundamentaldaten gedeckt und könnten eine Kaufgelegenheit darstellen. Rheinmetall bleibt in ihrer Bewertung gut positioniert, um vom anhaltenden Aufschwung in der Rüstungsindustrie zu profitieren.

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