Revolutionäre mRNA-Impfstoffe: Eine neue Ära der Gesundheit bricht an
Quantooms innovative Technologie und ihr Potenzial zur Verringerung von Produktionskosten und globaler Abhängigkeit

Eine bahnbrechende Entwicklung in der Impfstoffherstellung könnte die Gesundheitslandschaft weltweit verändern. Neue mRNA-Impfstoffe stehen kurz vor ihrer Markteinführung und versprechen, Krankheiten wie Krebs, Tuberkulose und Grippe effektiv zu bekämpfen. Ein belgisches Unternehmen namens Quantoom hat sich zum Ziel gesetzt, die Produktionskosten dieser Impfstoffe erheblich zu senken, und dabei spielt die Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung eine entscheidende Rolle.
Im Herzen von Dakar, der senegalesischen Hauptstadt, nimmt ein ehrgeiziges Projekt Gestalt an. Das Institut Pasteur de Dakar (IPD), ein Ableger des renommierten französischen Forschungszentrums Institut Pasteur, wird derzeit errichtet. Hier sollen empfindliche Impfstoffe gegen Masern, Röteln und andere Krankheiten hergestellt werden. Der Clou dabei: Diese Impfstoffe basieren auf Boten-Nukleinsäuren, auch als mRNA bekannt.
Die Zusammenarbeit zwischen dem IPD, dem südafrikanischen Pharmaunternehmen Biovac und der Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung ermöglicht die Realisierung dieses ambitionierten Vorhabens. Doch der eigentliche Game Changer ist die Technologie von Quantoom, einer Tochtergesellschaft des belgischen Unternehmens Univercells. Der Leiter des IPD, Amadou Sali, ist zuversichtlich: "Preiswerte mRNA-Impfstoffe werden Afrika unabhängig in der Impfstoffherstellung machen."
Doch die Auswirkungen dieser Technologie beschränken sich nicht auf den senegalesischen Kontinent. Pharmakonzerne weltweit bereiten sich auf die Einführung von mRNA-Impfstoffen vor. Die Innovation von Quantoom könnte die Herstellungskosten erheblich senken, da weniger Zubehör benötigt wird. Anita Zandi, eine ehemalige Leiterin der Abteilung für Impfstoffentwicklung bei der Gates-Stiftung, zeigt sich beeindruckt: "Die Kosten sind unfassbar niedrig, auch arbeitet die Anlage sehr flexibel und kann nach drei bis vier Monaten Ausbildung von jedem bedient werden."
Die mRNA-Technologie hat das Potenzial, nicht nur für COVID-19-Impfstoffe, sondern auch für die Bekämpfung verschiedener Krebsarten, Tuberkulose, Denguefieber, Malaria und Tollwut eingesetzt zu werden. Derzeit befinden sich einige Impfstoffe in der Forschung oder ersten klinischen Tests und könnten später auf den Markt kommen.
Experten schätzen das jährliche Marktpotenzial der mRNA-Technologie auf 50 bis 100 Milliarden Euro. Obwohl die bisherigen mRNA-Impfstoffe gegen COVID-19 nicht gerade preiswert waren, wird erwartet, dass die Kosten mit zunehmender Erfahrung und Effizienz in der Produktion sinken werden. Unternehmen wie Biontech, Curevac und Moderna arbeiten daran, die Herstellung von mRNA-Impfstoffen zu vereinfachen und kostengünstiger zu gestalten.
Quantoom, eine der wenigen Spezialisten für die Produktion dieser Technologie, hat die Herangehensweise grundlegend verändert. Anstatt große Mengen eines Impfstoffs in einem Durchgang herzustellen, konzentriert sich Quantoom auf kleinere Chargen von maximal 20 Millilitern, die in nur zehn Minuten produziert werden. Die hochautomatisierte Produktionsanlage namens Ntensify eliminiert die Notwendigkeit von Zubehör und bietet somit erhebliche Kosteneinsparungen.
Die Maschine ist in der Lage, auf nur zwei Quadratmetern Fläche jährlich bis zu 100 Millionen Impfdosen für weniger als 25 Cent pro Dosis herzustellen. Besonders in der frühen Forschung und Entwicklung von neuen mRNA-Mitteln erweist sich die Maschine als kosteneffizient. In der späteren Produktion beträgt der Kostenvorteil laut Experten immer noch das 2,4-fache.
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Zur AktienanalyseQuantoom hat bereits einige Anlagen verkauft, darunter eine nach Dakar, sowie an Impfstoffhersteller in Indien und anderen Entwicklungsländern. Die Technologie gewinnt an Boden und hat nun auch einen US-Pharmakonzern als Kunden gewonnen.
Während einige Experten die Preisangabe von weniger als 25 Cent pro Dosis skeptisch betrachten, steht fest, dass die neuen Technologien die Produktionskosten von mRNA-Impfstoffen senken werden. Vielleicht noch wichtiger ist jedoch die Tatsache, dass diese Technologie dazu beitragen wird, die Abhängigkeit von Afrika in Bezug auf Impfstoffe zu verringern und dem Kontinent die Möglichkeit gibt, sich selbst zu versorgen. Die Zukunft der Impfstoffherstellung sieht vielversprechend aus, und Quantoom spielt dabei eine entscheidende Rolle.


