René Benko im Fokus neuer Bespitzelungsvorwürfe
Ex-Geheimdienstler soll engen Signa-Manager im Auftrag eines unbekannten Kunden ausspioniert haben

René Benko, der österreichische Immobilieninvestor und Gründer der Signa-Gruppe, steht erneut im Fokus der Berichterstattung. Nach seinem bereits dramatischen Verlust der Kontrolle über sein Immobilienimperium im vergangenen Jahr wird ihm nun vorgeworfen, einen engen Mitarbeiter bespitzelt zu haben. Laut Berichten der österreichischen Medien „Krone“ und „News“ soll Benko den ehemaligen Manager Dieter Berninghaus, der für das Handelsgeschäft der Signa-Gruppe zuständig war, ausspionieren lassen haben.
Im Zentrum der Berichte steht der Vorwurf, dass ein israelischer Ex-Geheimdienstmitarbeiter, Moshe Buller, im Auftrag von Benko diese Bespitzelungen durchgeführt haben soll. Buller war früher für den israelischen Inlandgeheimdienst Schin Bet tätig und betreibt mittlerweile eine Firma, die entsprechende Dienstleistungen anbietet. Laut den Berichten soll Buller im vergangenen Jahr private Informationen über Berninghaus, darunter finanzielle Details und persönliche Bauprojekte, beschafft haben, die auf legalem Weg nicht zugänglich gewesen wären. Berninghaus selbst befand sich zu dieser Zeit überwiegend in den USA, wo er sich einer Krebsbehandlung unterzog und kaum in die Belange der Signa-Gruppe involviert war.
Buller bestätigte gegenüber dem Handelsblatt, dass er tatsächlich eine Untersuchung im Zusammenhang mit Dieter Berninghaus durchgeführt habe. Diese sei jedoch im Auftrag eines Kunden aus Asien erfolgt, und Benko habe er nach eigenen Angaben nie persönlich getroffen. Die Untersuchung sei bereits im Oktober 2022 abgeschlossen worden, und er habe sich im Rahmen dieser Ermittlungen lediglich in der Wiener Kanzlei eines Anwalts aufgehalten, der für Benko tätig war. Dort habe er den asiatischen Kunden getroffen, erklärte Buller. Den Vorwurf, dass er über die Kanzlei bezahlt worden sei, wies er entschieden zurück.
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Zur AktienanalyseDie Familie von Dieter Berninghaus reagierte entsetzt auf die Enthüllungen. Sein Anwalt äußerte, dass Berninghaus und seine Angehörigen fassungslos und schockiert über die aufgedeckten Fakten seien. Die Vorwürfe müssten nun detailliert geprüft werden, und zu möglichen rechtlichen Schritten könne man sich derzeit noch nicht äußern. Die Frage, warum Benko überhaupt misstrauisch gegenüber seinem langjährigen Weggefährten geworden sei, bleibt weiterhin unbeantwortet.


