Rekordhoch: Cannabiskonsum unter älteren Erwachsenen in den USA steigt
Eine neue Studie der New York University zeigt: Sieben Prozent der über 65-Jährigen in den USA konsumierten zuletzt Cannabis.

Der Cannabiskonsum unter älteren Erwachsenen in den USA hat ein neues Rekordhoch erreicht. Laut einer aktuellen Analyse gaben sieben Prozent der Erwachsenen ab 65 Jahren an, die Droge im vergangenen Monat konsumiert zu haben. Das entspricht einem historischen Höchststand für diese Altersgruppe.
Die Untersuchung stammt von Forschern des Center for Drug Use and HIV/HCV Research der New York University und wurde am 3. Juni 2025 veröffentlicht. Die Studie wurde über die Wissenschaftsplattform ScienceDaily bekannt gemacht und beleuchtet einen gesellschaftlichen Trend, der in der öffentlichen Debatte bislang wenig Beachtung findet.
Ältere Konsumenten mit höherem Bildungs- und Einkommensniveau
Besonders auffällig ist das Profil der älteren Cannabiskonsumenten: Laut der Analyse verfügen Menschen ab 65 Jahren, die heute Marihuana konsumieren, über ein überdurchschnittlich hohes Einkommen und Bildungsniveau. Dies unterscheidet sie deutlich von Klischeevorstellungen über typische Cannabisnutzer und deutet auf einen Wandel im gesellschaftlichen Umgang mit der Substanz hin.
Für deutsche Leser ist dieser Trend aus mehreren Gründen relevant. In Deutschland wurde Cannabis im April 2024 teilweise legalisiert, was ebenfalls zu einer breiteren gesellschaftlichen Diskussion über den Konsum in verschiedenen Altersgruppen geführt hat. Die US-amerikanischen Daten können dabei als Frühindikator dienen, wie sich Legalisierungstendenzen langfristig auf das Konsumverhalten älterer Bevölkerungsgruppen auswirken.
Die Ergebnisse werfen wichtige Fragen für das Gesundheitssystem auf. Ältere Menschen reagieren auf Substanzen wie Cannabis oft anders als jüngere Erwachsene, da sich Stoffwechsel und Medikamenteninteraktionen im Alter verändern. Mediziner und Gesundheitspolitiker sind daher gefordert, auf diesen wachsenden Trend zu reagieren und entsprechende Aufklärungsangebote bereitzustellen.
Gesellschaftlicher Wandel im Umgang mit Cannabis
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Zur AktienanalyseDer steigende Konsum in der Altersgruppe 65+ spiegelt einen breiteren gesellschaftlichen Wandel wider. In den USA hat die schrittweise Legalisierung von Cannabis in zahlreichen Bundesstaaten dazu beigetragen, dass die Hemmschwelle für den Konsum auch bei älteren Generationen gesunken ist. Was früher als Tabuthema galt, wird heute offener diskutiert und praktiziert.
Die Studie des Center for Drug Use and HIV/HCV Research liefert damit wichtige Grundlagendaten für künftige gesundheitspolitische Entscheidungen. Sowohl in den USA als auch in anderen Ländern, die den Weg der Legalisierung oder Entkriminalisierung eingeschlagen haben, dürften ähnliche Entwicklungen zu beobachten sein. Weitere Forschung ist notwendig, um die gesundheitlichen Auswirkungen dieses Trends auf ältere Erwachsene besser zu verstehen.


