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Reichste Amerikaner verstecken ihr Vermögen im Verborgenen

Milliardäre prägen das Bild vom Reichtum, doch viele Vermögen bleiben unsichtbar.

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Reichste Amerikaner verstecken ihr Vermögen im Verborgenen

Milliardäre sind derzeit kaum zu übersehen – sie fliegen ins All, finanzieren Wahlkampagnen, werben für künstliche Intelligenz, warnen vor ihr und machen auf Social Media viel Lärm. Ein Milliardär sitzt im Oval Office, während andere die großen Sprachmodelle und Internetalgorithmen der Welt kontrollieren, einschließlich der Entscheidung darüber, wie süchtig machend unsere Geräte sein sollen. Doch vor diesem Hintergrund ist es leicht zu vergessen, dass die obersten Milliardäre nur die winzige Spitze eines sehr reichen Eisbergs darstellen.

Die fast 200 Amerikaner auf dem Bloomberg Billionaires Index verfügen gemeinsam über ein Vermögen von rund 7 Billionen US-Dollar. Das ist fast viermal so viel wie noch vor einem Jahrzehnt. Diese Zahl ist beeindruckend, doch sie erzählt nur einen Teil der Geschichte. Großteils unsichtbar bleibt das weitere Vermögen von mindestens 18 Billionen US-Dollar, das sich auf den Rest der obersten 0,1 Prozent der Vermögenden verteilt. Diese Schätzung stammt von der US-Notenbank Federal Reserve.

Die unsichtbare Elite jenseits von Wall Street und Silicon Valley

Viele der Reichsten haben ihr Vermögen in privaten Unternehmen aufgebaut, weit entfernt von Wall Street und Silicon Valley. Während die großen Tech-Milliardäre wie Elon Musk, Jeff Bezos oder Mark Zuckerberg regelmäßig Schlagzeilen produzieren, agiert ein großer Teil der Superreichen fernab der öffentlichen Aufmerksamkeit. Sie kontrollieren Firmen, die nicht an der Börse notiert sind, und ihre Vermögen lassen sich daher nur schwer beziffern.

Die Diskrepanz zwischen den sichtbaren und den unsichtbaren Milliarden ist enorm. Die 7 Billionen Dollar der Bloomberg-Liste stehen Vermögenswerten von mindestens 18 Billionen Dollar gegenüber, die in privaten Händen liegen. Das bedeutet, dass der Großteil des extremen Reichtums in den USA statistisch gar nicht erfasst wird. Für deutsche Anleger ist dieser Umstand besonders relevant, denn er zeigt, wie unvollständig das Bild von Vermögenskonzentration ist, das auf öffentlich zugänglichen Daten beruht.

Wachstum des unsichtbaren Reichtums

Das Vermögen der Milliardäre hat sich innerhalb eines Jahrzehnts fast vervierfacht. Dieser Trend dürfte sich fortsetzen, da private Unternehmen zunehmend länger vor einem Börsengang zurückschrecken oder ganz privat bleiben. Die Federal Reserve schätzt, dass die obersten 0,1 Prozent der Amerikaner zusammen ein Vermögen von rund 25 Billionen Dollar kontrollieren – wovon der größte Teil auf nicht börsennotierte Unternehmen entfällt.

Diese Entwicklung hat weitreichende Implikationen für die Vermögensverteilung und die wirtschaftliche Ungleichheit. Während die Öffentlichkeit vor allem die bekannten Tech-Milliardäre wahrnimmt, entsteht ein Großteil des Vermögenswachstums im Verborgenen. Für die Finanzmärkte bedeutet dies, dass ein erheblicher Teil des volkswirtschaftlichen Werts nicht an den Börsen abgebildet wird.

Die Unsichtbarkeit dieser Vermögen stellt auch die Politik vor Herausforderungen. Steuerbehörden und Regulierungsbehörden haben es schwerer, Vermögen zu erfassen, das in privaten Unternehmensbeteiligungen steckt. Gleichzeitig zeigt der Bloomberg Billionaires Index, dass die Konzentration von Reichtum in den USA in den letzten zehn Jahren dramatisch zugenommen hat – sowohl im sichtbaren als auch im unsichtbaren Bereich.

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