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Reedereien weichen Krisengebiet aus

Hapag-Lloyd und Maersk umfahren das Rote Meer über das Kap der Guten Hoffnung

Reedereien weichen Krisengebiet aus

Die Containerreedereien Hapag-Lloyd und Maersk haben eine Zusammenarbeit beschlossen, um ihre Schifffahrtsrouten anzupassen. Diese Entscheidung fiel im Rahmen der Gründung der neuen Allianz „Gemini Cooperation“, die ab Februar 2025 in Kraft treten wird. Auslöser für die Veränderung der bisherigen Routenführung ist die anhaltende Krise im Roten Meer, die durch die zunehmenden Angriffe auf Schiffe durch die mit Israel verfeindeten Huthi im Jemen seit Herbst 2023 verursacht wird.

Beide Unternehmen, Hapag-Lloyd mit Sitz in Hamburg und Maersk mit Hauptsitz in Kopenhagen, haben sich dazu entschlossen, das Rote Meer vorerst zu meiden und stattdessen das „Cape Network“ zu nutzen. Dieses Netzwerk führt über das Kap der Guten Hoffnung an der Südspitze Afrikas, wo wichtige Schifffahrtsrouten verlaufen. Die Entscheidung basiert auf Sicherheitsaspekten für die Besatzungen, die Schiffe und die transportierte Fracht. Laut einer Mitteilung der Unternehmen werden sie das Rote Meer erst dann wieder befahren, wenn die Lage dort als sicherer eingestuft wird.

Durch die Umstellung auf die Umfahrung über das Kap der Guten Hoffnung müssen die Reedereien einen höheren logistischen Aufwand betreiben. Es sind etwa 340 Schiffe für das „Cape Network“ vorgesehen, was mehr Schiffe sind als für das vorherige Routennetzwerk im Roten Meer, das rund 300 Schiffe umfasste. Trotz des zusätzlichen Aufwands zielt die Allianz darauf ab, eine hohe Fahrplanzuverlässigkeit von über 90 Prozent zu gewährleisten, indem die Zahl der Hafenanläufe auf den Langstrecken reduziert wird.

Die „Gemini Cooperation“ wurde bereits Anfang des Jahres angekündigt. Der Name der Allianz, „Gemini“, steht für „Zwillinge“ und soll die enge Kooperation der beiden Unternehmen symbolisieren. Maersk, die nach Kapazität zweitgrößte Reederei der Welt, und Hapag-Lloyd, die weltweit fünftgrößte Reederei, setzen auf diese Zusammenarbeit, um ihre Marktposition zu stärken und ihre Dienstleistungen effizienter zu gestalten.

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