Raymond James: Staatliche Politik prägt Märkte 2026
Die Analysten von Raymond James erwarten, dass politische Entwicklungen die Finanzmärkte im Jahr 2026 maßgeblich beeinflussen werden. Besonders die USA-China-Beziehungen, KI-Regulierung und Fusionsaktivitäten stehen im Fokus.

Politische Weichenstellungen werden nach Einschätzung von Raymond James die Finanzmärkte im laufenden Jahr 2026 erheblich prägen. Die Analysten Ed Mills und Ellen Ehrnrooth prognostizieren in einer aktuellen Kundenmitteilung, dass viele Themen aus 2025 fortbestehen, jedoch mit neuen Nuancen durch das veränderte geopolitische und regulatorische Umfeld.
USA-China-Beziehungen bleiben angespannt
Die Beziehung zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt wird laut Raymond James von einem gegenseitigen Wunsch geprägt sein, Konflikte zu vermeiden. Gleichzeitig würden beide Länder versuchen, sich wirtschaftlich voneinander abzuschotten. Nach den aggressiven Handelsvergeltungsmaßnahmen im Jahr 2025 erwarten die Analysten keine Durchbrüche, sondern lediglich Stabilisierungsbemühungen. Zwei mögliche Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping gelten als wichtige Meilensteine für die weitere Entwicklung.
Künstliche Intelligenz als strategischer Vermögenswert
Die US-Politik wird Künstliche Intelligenz zunehmend als strategischen Vermögenswert behandeln. Der anhaltende KI-Hype hat bereits zu einem rasanten Anstieg der Unternehmensausgaben geführt, insbesondere für Rechenzentren. Die Trump-Administration hat eine Initiative gestartet, um eine KI-Plattform auf Basis föderaler wissenschaftlicher Datensätze aufzubauen. In den kommenden Monaten werden Ankündigungen zu einem föderalen Programm für US-basierte KI-Systeme erwartet. "Akteure der Branche, die echte Full-Stack-Lösungen anbieten können, werden mit größerer Wahrscheinlichkeit für das KI-Exportprogramm ausgewählt", so die Analysten.
Fusionen und Übernahmen vor Aufschwung
Die Bedingungen für Fusionen und Übernahmen verbessern sich deutlich. Im Gegensatz zur Biden-Administration erwarten die Analysten einen entgegenkommenderen kartellrechtlichen Ansatz. Die Aufsichtsbehörden zeigen sich offener für individuelle Fallprüfungen und mögliche Abhilfemaßnahmen. Allerdings könnten einige Transaktionen aus politischen Gründen weiterhin schwierig bleiben.
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Zur AktienanalyseBankensektor mit robustem M&A-Potenzial
Besonders der Bankensektor steht vor einem robusten Fusionsumfeld. Bereits 2025 verdreifachte sich der Marktwert von Bankenfusionen im Vergleich zum Vorjahr nahezu. "Wir erwarten, dass die Bedingungen, die diesen Anstieg ausgelöst haben, anhalten werden – eine bemerkenswerte Verschiebung von entmutigend zu ermutigend", betonen die Raymond James-Analysten. Die verringerte wirtschaftliche Unsicherheit, insbesondere bezüglich US-Zölle, schafft günstige Rahmenbedingungen für weitere Deals.


