Raketenangriff auf Charkiw: Fünf Tote und 18 Verletzte
Ein russischer Raketenangriff auf eine Stadt in der ukrainischen Region Charkiw fordert fünf Todesopfer und zahlreiche Verletzte.

Ein russischer Raketenangriff auf eine Stadt in der ukrainischen Region Charkiw hat am Sonntag fünf Menschen das Leben gekostet. Regionalgouverneur Oleh Syniehubov bestätigte den Angriff auf Telegram und sprach von zwei getöteten Männern und drei getöteten Frauen. Weitere 18 Personen wurden verletzt, vier davon befinden sich in ernstem Zustand und wurden in ein Krankenhaus eingeliefert.
Syniehubov betonte, dass die angegriffene Stadt „recht weit von der Front entfernt liegt". „Heute im Laufe des Tages haben die Besatzer die zivile Infrastruktur einer Stadt, die recht weit von der Front entfernt liegt, mit einer Rakete angegriffen", schrieb er auf Telegram. Die regionale Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die russischen Streitkräfte eine ballistische Rakete vom Typ Iskander eingesetzt haben.
Massive Schäden an ziviler Infrastruktur
Der Angriff hinterließ erhebliche Schäden an der zivilen Infrastruktur der betroffenen Stadt. Laut Gouverneur Syniehubov wurden mindestens folgende Gebäude und Einrichtungen beschädigt:
- Mindestens 10 Wohnhäuser
- Ein Verwaltungsgebäude
- Vier Geschäfte
- Eine Kfz-Werkstatt
- Ein Gastronomiebetrieb
Die Rettungsdienste veröffentlichten Fotos, die das Ausmaß der Zerstörung dokumentieren: Ein Gebäude mit beschädigtem Dach und zersplitterten Fenstern ist ebenso zu sehen wie ein Feuerwehrmann, der ein brennendes Auto löscht. Weitere Bilder zeigen Rettungskräfte, die eine am Boden liegende, blutüberströmte Frau versorgen.
Russland bestreitet gezielte Angriffe auf Zivilisten
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Zur AktienanalyseVon russischer Seite lag zunächst keine Stellungnahme zu dem Angriff vor. Moskau bestreitet grundsätzlich, während des Krieges vorsätzlich Zivilisten ins Visier zu nehmen. Seit der umfassenden russischen Invasion im Februar 2022 wurden durch russische Angriffe jedoch Tausende ukrainische Zivilisten getötet.
Auch die Ukraine hat ihrerseits zivile Ziele in Russland oder in russisch besetzten Gebieten angegriffen, allerdings in weitaus geringerem Ausmaß. Die Region Charkiw im Nordosten der Ukraine ist aufgrund ihrer Nähe zur russischen Grenze seit Kriegsbeginn besonders häufig Ziel russischer Angriffe. Die Großstadt Charkiw selbst ist die zweitgrößte Stadt der Ukraine und stand zu Beginn der Invasion unter massivem militärischem Druck.


