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Qualcomm überzeugt mit Prognose trotz Samsung-Dämpfer

Chipkonzern profitiert von starker Smartphone-Nachfrage, warnt aber vor geringerer Galaxy-Beteiligung

Qualcomm überzeugt mit Prognose trotz Samsung-Dämpfer

Der US-Chiphersteller Qualcomm hat für das erste Geschäftsquartal einen Umsatz und Gewinn über den Erwartungen der Analysten prognostiziert. Der Konzern profitierte von einer wiedererstarkten Nachfrage nach Premium-Smartphones. Dennoch reagierten die Anleger verhalten, da Qualcomm im kommenden Jahr einen geringeren Anteil an Samsungs nächster Galaxy-Generation erwartet.

Für das Quartal bis Dezember rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz von rund 12,2 Milliarden US-Dollar und einem bereinigten Gewinn von 3,40 US-Dollar je Aktie. Analysten hatten laut LSEG im Durchschnitt mit 11,62 Milliarden US-Dollar Umsatz und 3,31 US-Dollar Gewinn gerechnet. Trotz der soliden Aussichten fielen die Aktien nachbörslich um 2,7 Prozent, nachdem sie im regulären Handel zuvor um fast 4 Prozent gestiegen waren.

Bei Samsungs aktuellem Galaxy-S25-Modell lieferte Qualcomm sämtliche Modemchips. Laut CEO Cristiano Amon plant der Konzern jedoch, für das Galaxy S26 nur etwa 75 Prozent der Modems zu liefern. Diese erwartete Reduktion gilt als Belastungsfaktor für das kommende Jahr. Parallel dazu setzt Qualcomm verstärkt auf neue Geschäftsfelder wie Laptops, Automobile und Rechenzentrumsprozessoren, da Großkunde Apple zunehmend auf eigene Modems umstellt.

Amon erklärte, Qualcomm führe Gespräche mit einem großen Anbieter im Bereich der Künstlichen Intelligenz über die Lieferung von Chips. Bereits zuvor hatte das Unternehmen angekündigt, dass die saudische KI-Firma Humain künftig Rechenzentrumsprozessoren von Qualcomm einsetzen werde. Die gestiegene Nachfrage nach leistungsfähigen Smartphones, die KI-Anwendungen verarbeiten können, habe zuletzt zu einem Wachstum bei Premiumgeräten geführt, während das mittlere Preissegment schwächer werde.

Im abgeschlossenen Geschäftsjahr stieg Qualcomms Umsatz außerhalb des Apple-Geschäfts um 18 Prozent, während die Erlöse im Bereich Mobiltelefone um 14 Prozent auf 6,96 Milliarden US-Dollar zulegten. Für das laufende Quartal erwartet das Unternehmen im Segment Handychips ein Wachstum im niedrigen zweistelligen Prozentbereich, was einen Umsatz von mindestens 7,7 Milliarden US-Dollar bedeuten würde. Im vierten Quartal lag der Umsatz bei 11,27 Milliarden US-Dollar, der bereinigte Gewinn bei 3 US-Dollar je Aktie – beide Werte übertrafen die Markterwartungen.

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