Qantas verlängert Flugplanänderungen und kürzt Inlandskapazitäten bis September
Geopolitische Spannungen und hohe Treibstoffkosten zwingen Australiens größte Fluggesellschaft zu weitreichenden Streckenanpassungen.

Australiens nationale Fluggesellschaft Qantas Airways hat ihre Flugplananpassungen im internationalen und inländischen Streckennetz bis September verlängert. Als Hauptgründe nennt das Unternehmen die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten, gestiegene Treibstoffkosten sowie eine robuste Reisenachfrage nach Europa. Die Maßnahmen betreffen sowohl das Kerngeschäft von Qantas als auch die Billigtochter Jetstar.
Um die höheren Betriebskosten aufzufangen, hatte Qantas bereits im Vorfeld die Ticketpreise angehoben und Kapazitäten strategisch umgeschichtet. Rohölpreisschocks und geopolitische Unsicherheiten zwingen Fluggesellschaften weltweit dazu, profitableren Routen – insbesondere nach Europa – den Vorzug zu geben. Qantas folgt damit einem Trend, den viele internationale Carrier derzeit verfolgen.
Streckenänderungen im Überblick
Zu den konkreten Anpassungen im Flugplan gehören mehrere bedeutende Maßnahmen. Die zusätzlichen Flüge auf der Strecke Perth–Rom werden um weitere drei Monate bis Ende Oktober verlängert. Die Verbindungen nach Paris werden ab August wieder auf drei Hin- und Rückflüge pro Woche umgestellt und weiterhin von Sydney über Singapur bedient.
Gleichzeitig werden bestimmte Strecken vorübergehend reduziert oder ausgesetzt. Die Route Sydney–Bengaluru wird ab August vorübergehend eingestellt und erst Ende Oktober wieder aufgenommen. Darüber hinaus haben sowohl Qantas als auch Jetstar ihre Kapazitäten auf den Routen über die Tasmansee verringert.
Die Kapazitätsänderungen lassen sich in zwei Bereiche zusammenfassen:
International:
Die Anpassungen reduzieren die zuvor geplante internationale Konzernkapazität für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 um 2 Prozentpunkte.
Inland:
Die bereits angekündigte Kapazitätsreduzierung von 5 Prozentpunkten für Inlandsflüge wird vom Juni-Quartal bis Ende September verlängert.
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Zur AktienanalyseAktie reagiert positiv
Trotz der Einschränkungen reagierten Anleger an der australischen Börse positiv auf die Meldung. Die Qantas-Aktie stieg im frühen Handel um bis zu 1,4 Prozent auf 8,53 australische Dollar. Offenbar werten Investoren die proaktive Kapazitätssteuerung als sinnvolle Reaktion auf das schwierige Marktumfeld.
Für deutsche Reisende, die Australien als Reiseziel ins Auge fassen, sind die Änderungen relevant: Die Verbindungen zwischen Europa und Australien bleiben grundsätzlich bestehen, werden jedoch je nach Route angepasst. Insbesondere die Strecken Perth–Rom und Sydney–Paris über Singapur bleiben im Angebot, was die Erreichbarkeit Australiens aus Europa sicherstellt. Die Entwicklungen bei Qantas spiegeln die globale Herausforderung wider, mit der Fluggesellschaften angesichts volatiler Energiepreise und geopolitischer Risiken konfrontiert sind.


