Puma-Aktie springt nach Übernahmegerüchten
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Der DAX hat sich am Donnerstag in einem ruhigen Umfeld präsentiert und damit ein erneut stabiles Niveau behauptet. Da die US-Börsen wegen des Thanksgiving-Feiertags geschlossen blieben, fehlten richtungsweisende Impulse aus Übersee. Der deutsche Leitindex bewegte sich in einer engen Spanne zwischen 23.708 und 23.830 Punkten und lag am Nachmittag leicht im Plus. Bereits am Vortag hatte der DAX fester geschlossen, gestützt durch neue Zinshoffnungen in den USA sowie Spekulationen über Bewegung im Ukraine-Konflikt.
Deutlich mehr Dynamik zeigte der MDAX. Der Index der mittelgroßen Werte legte am Nachmittag zu, angetrieben von einer starken Kursreaktion der Puma-Aktie. Die Anteile des Sportartikelherstellers aus Herzogenaurach sprangen um rund 16 Prozent nach oben. Hintergrund waren neue Übernahmegerüchte, die dem Wert nach einem längeren Abwärtstrend frischen Auftrieb verliehen. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg prüfen mehrere Unternehmen eine mögliche Offerte.
Der chinesische Sportkonzern Anta Sports soll demnach Interesse zeigen. Anta ist bereits Eigentümer der Marken Fila und Jack Wolfskin. Zusätzlich seien auch der chinesische Wettbewerber Li Ning sowie der japanische Hersteller Asics als potenzielle Bieter im Gespräch. Puma hatte zuletzt einen deutlichen Kursverfall verzeichnet. Mit einem Schlusskurs von 17 Euro am Vortag lag die Aktie nahe einem Zehn-Jahres-Tief und brachte den Konzern auf einen Börsenwert von rund 2,5 Milliarden Euro. Der drastische Wertverlust in diesem Jahr hatte immer wieder Spekulationen über eine Übernahme ausgelöst. Eine zentrale Hürde für mögliche Angebote dürfte die Preisvorstellung der französischen Familie Pinault sein, die knapp 30 Prozent der Anteile hält. Die beteiligten Unternehmen gaben keine Stellungnahmen ab.
Im DAX rückten die Aktien der Deutschen Börse in den Blickpunkt. Der Frankfurter Börsenbetreiber profitierte von einer Hochstufung durch JPMorgan. Die Analysten erhöhten das Kursziel und verwiesen auf die aus ihrer Sicht unzureichende Marktbewertung angesichts der breiten Aufstellung des Unternehmens. Die Aktie legte daraufhin spürbar zu und erreichte den höchsten Stand seit Mitte Oktober.
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Zur AktienanalyseAus Japan kamen unterdessen Produktionszahlen von Toyota. Der weltgrößte Autobauer steigerte seine weltweite Fertigung im Oktober im fünften Monat in Folge. Besonders stark zeigte sich die Nachfrage aus den USA, wo die Produktion deutlich anzog. In China hingegen führten ausgelaufene Subventionsprogramme zu einem Rückgang bei Produktion und Absatz.


