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Proteste bei Thyssenkrupp: Stahlarbeiter fordern staatliche Zuschüsse

Unsicherheit um grünes Stahlwerk: Thyssenkrupp-Arbeiter setzen Zeichen gegen mögliche Kürzungen

Proteste bei Thyssenkrupp: Stahlarbeiter fordern staatliche Zuschüsse

Die Stahlarbeitergewerkschaft von Thyssenkrupp bereitet sich auf Protestaktionen vor, die am 14. Juni stattfinden sollen. Grund dafür sind die befürchteten geringeren staatlichen Subventionen für ein deutsches Green Steel-Werk im Wert von 2 Milliarden Euro.

Die Demonstration wird am Stahlzentrum von Thyssenkrupp in Duisburg abgehalten und folgt auf Wochen der Unsicherheit darüber, ob die Bundesregierung ihr Versprechen einhalten wird, das sogenannte Direct Reduction Iron (DRI)-Werk mitzufinanzieren.

"Das Zögern der Bundesregierung ist eine Bedrohung für unsere Existenz", sagte Juergen Kerner, Mitglied der einflussreichen Gewerkschaft IG Metall und stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats von Thyssenkrupp. Die Äußerungen wurden aus einem Handout der Gewerkschaft zitiert.

"Diese Situation betrifft nicht nur Thyssenkrupp Steel, sondern hat auch weitreichende Auswirkungen auf die gesamte Stahlindustrie."

Das deutsche Wirtschaftsministerium unter der Leitung von Robert Habeck hatte in der Vergangenheit seine Unterstützung für das Projekt zugesichert, erwägt jedoch nun, die Höhe der finanziellen Hilfe zu kürzen, wie aus dem Handout vom 1. Juni hervorgeht.

Quellen zufolge wird erwartet, dass die Regierung dem DRI-Werk mindestens 1 Milliarde Euro an zusätzlichen Mitteln zur Verfügung stellt. Dieser Betrag würde die Emissionen in der Stahlproduktion drastisch reduzieren, da es sich um eine der kohlenstoffintensivsten Industrien handelt.

Die Investition in das DRI-Werk wird bei einer Aufsichtsratssitzung am 23. Juni diskutiert werden, so informierte Kreise. Arbeitnehmervertreter haben bereits damit gedroht, die Investitionsentscheidung rückgängig zu machen.

Die Arbeiter haben auch Robert Habeck zu den Protesten eingeladen und äußerten ihre Sorgen über die Zukunft der Stahlsparte von Thyssenkrupp, die derzeit für einen teilweisen Verkauf oder andere Formen einer eigenständigen Zukunft vorbereitet wird.

Das deutsche Wirtschaftsministerium hat bisher keine Stellungnahme abgegeben. Es erklärte jedoch kürzlich, dass es das Projekt weiterhin unterstütze, aber auf die Genehmigung staatlicher Beihilfen durch die Europäische Kommission warte.

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