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Prologis übernimmt Segro für 14 Milliarden Pfund – Deal perfekt

Der britische Logistikimmobilien-Riese Segro akzeptiert das milliardenschwere Übernahmeangebot des US-Konkurrenten Prologis nach wochenlangem Ringen.

Prologis übernimmt Segro für 14 Milliarden Pfund – Deal perfekt

Der britische Immobilienkonzern Segro hat das Übernahmeangebot des US-Rivalen Prologis in Höhe von 14 Milliarden Britischen Pfund angenommen. Dies teilten beide Unternehmen am Dienstag mit und beendeten damit einen wochenlangen Übernahmekampf. Der Deal zählt zu den größten Transaktionen für ein in London börsennotiertes Unternehmen in diesem Jahr.

Prologis zahlt 1.032 Pence für jede Segro-Aktie – das entspricht einem Aufschlag von 39 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom 23. Juni, dem Tag vor Bekanntwerden des Übernahmeinteresses. Die Segro-Aktionäre werden überwiegend in Aktien des fusionierten Unternehmens entschädigt. Zusätzlich ist eine teilweise Baralternative von 3,5 Milliarden Britischen Pfund vorgesehen. Die bisherigen Segro-Aktionäre könnten nach dem Zusammenschluss bis zu 9 Prozent am neuen Unternehmen halten.

Monatelanger Übernahmekampf endet mit Einigung

Der Weg zur Einigung war nicht geradlinig. Prologis hatte im vergangenen Monat sein „bestes und letztes Angebot" vorgelegt, nachdem Segro frühere Annäherungsversuche mit der Begründung zurückgewiesen hatte, diese würden das britische Unternehmen unterbewerten. Das ursprüngliche Angebot von 925 Pence pro Aktie hatte Segro lediglich mit 12,6 Milliarden Britischen Pfund bewertet. Ende Juli erklärte der Segro-Vorstand schließlich, er sei geneigt, das nachgebesserte Angebot anzunehmen.

Segro-Chef David Sleath kommentierte die Einigung positiv: „Wir sind davon überzeugt, dass der Zusammenschluss zwei sich hervorragend ergänzende Unternehmen zusammenführen und eine überzeugende Plattform schaffen wird. Prologis teilt unsere Überzeugung von den langfristigen strukturellen Treibern, die die Nachfrage nach moderner Logistik- und Rechenzentrumsinfrastruktur stützen."

Gigantische kombinierte Plattform mit 269 Milliarden Dollar Vermögen

Das fusionierte Unternehmen wäre ein Schwergewicht im globalen Immobiliensektor. Die kombinierte Plattform würde über ein verwaltetes Vermögen von rund 269 Milliarden US-Dollar verfügen und ein europäisches Portfolio von 368 Millionen Quadratfuß aufbauen. Damit würde Prologis seine europäische Präsenz um 47 Prozent ausweiten. Prologis plant zudem eine Zweitnotierung seiner Aktien in London zu beantragen.

Segro ist Londons größtes börsennotiertes Immobilienunternehmen und Mitglied des FTSE 100. Das Unternehmen besitzt ein Portfolio aus Logistikzentren und Rechenzentren, hauptsächlich im Südosten Englands. Segro hat in den vergangenen Jahren vom Aufstieg des E-Commerce und zuletzt vom Boom bei KI-Investitionen profitiert, der die Nachfrage nach Rechenzentrumskapazitäten stark antreibt.

Britischer Aktienmarkt verliert weiteres Schwergewicht

Die Übernahme reiht sich in eine Serie von Transaktionen ein, die den britischen Markt in diesem Sommer erfassen. Günstige Bewertungen britischer Unternehmen locken zunehmend ausländische Käufer an. Unternehmen wie Intertek, Schroders und EasyJet gehören ebenfalls zu den Zielen solcher Übernahmeinteressen. Der Abgang von Segro beschleunigt zudem einen bereits deutlichen Rückgang der Anzahl an Immobilienfirmen am britischen Aktienmarkt.

Für Prologis ist die Segro-Übernahme nicht der erste Milliarden-Deal. Zu den früheren Akquisitionen des US-Konzerns zählen die 23 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme von Duke Realty im Jahr 2022 sowie die 12,6 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme von Liberty Property Trust im Jahr 2019. Bereits 2024 hatte Prologis Interesse an Segro signalisiert – ein Vorschlag, den Segro damals als „opportunistisch" abgelehnt hatte. Prologis rechnete im vergangenen Monat vor, dass Segro-Aktionäre heute 36,5 Prozent besser dastehen würden, hätten sie das damalige Angebot geprüft.

Der Abschluss der Transaktion wird für die erste Hälfte des nächsten Jahres erwartet, sofern die Segro-Aktionäre und die zuständigen Regulierungsbehörden ihre Zustimmung erteilen.

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