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Prologis macht 16,6-Milliarden-Dollar-Offerte für Segro öffentlich

Der US-Logistikkonzern Prologis drängt Segro-Aktionäre, den britischen Vorstand zu Übernahmegesprächen zu bewegen.

Prologis macht 16,6-Milliarden-Dollar-Offerte für Segro öffentlich

Der US-amerikanische Lagerhausvermieter Prologis hat am Mittwoch sein Übernahmeangebot für den britischen Immobilienkonzern Segro öffentlich gemacht – nachdem Segro das Angebot zuvor abgelehnt hatte. Das Angebot auf Aktienbasis hat einen Wert von rund 12,6 Milliarden Pfund, umgerechnet etwa 16,62 Milliarden US-Dollar. Prologis wandte sich nun direkt an die Aktionäre des im FTSE 100 gelisteten Unternehmens.

In einer offiziellen Mitteilung forderte Prologis die Segro-Aktionäre auf, den Vorstand ihres Unternehmens dazu zu drängen, Verhandlungen mit dem US-Konzern aufzunehmen. „Prologis fordert die Segro-Aktionäre auf, den Segro-Vorstand zu ermutigen, in Verhandlungen mit Prologis zu treten, damit den Segro-Aktionären ein verbindliches Angebot zur Prüfung vorgelegt werden kann", hieß es in der Erklärung. Segro war für eine unmittelbare Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Konditionen des geplanten Zusammenschlusses

Gemäß den Bedingungen des geplanten Zusammenschlusses hätten Segro-Aktionäre 0,084 neue Prologis-Aktien für jede gehaltene Segro-Aktie erhalten. Dies entspräche einem Wert von 925 Pence pro Aktie – ein Aufschlag von 24,7 Prozent gegenüber dem Schlusskurs von Segro vom Dienstag. Für Aktionäre würde das Angebot damit eine deutliche Prämie gegenüber dem zuletzt gehandelten Kurs bedeuten.

Prologis begründete seinen Vorstoß mit strukturellen Schwächen bei Segro. Der US-Konzern argumentierte, dass das britische Unternehmen dauerhaft mit einem Abschlag auf seinen Nettoinventarwert (NAV) gehandelt werde. Zudem sei Segro mit Bilanzbeschränkungen konfrontiert, die es dem Unternehmen verwehrten, das volle Potenzial seiner Projektentwicklungen und seiner Pipeline für KI-Rechenzentren auszuschöpfen.

Trend: US-Konzerne greifen nach britischen Unternehmen

Der Übernahmeversuch von Prologis reiht sich in einen breiteren Trend ein: Immer mehr US-Unternehmen versuchen, an der Londoner Börse notierte Gesellschaften zu übernehmen. Die vergleichsweise niedrigen britischen Bewertungen locken finanzstarke amerikanische Käufer an, die günstige Einstiegsmöglichkeiten in europäische Märkte suchen.

Nach britischem Übernahmerecht hat Prologis nun eine klare Frist gesetzt bekommen. Das Unternehmen muss bis zum 22. Juli entweder ein verbindliches Angebot für Segro vorlegen oder offiziell von dem Vorhaben Abstand nehmen. Die kommenden Wochen dürften damit entscheidend für den Ausgang dieser Übernahmeschlacht sein.

Segro ist einer der größten Eigentümer und Entwickler von Lager- und Logistikimmobilien in Europa und im FTSE 100, dem Leitindex der Londoner Börse, gelistet. Prologis gilt weltweit als einer der führenden Anbieter von Logistikimmobilien und ist an der New Yorker Börse notiert. Eine erfolgreiche Übernahme würde die Marktposition des US-Konzerns in Europa erheblich stärken.

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