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Privatköche verdienen bis zu 300.000 Dollar bei Superreichen

Wohlhabende zahlen Rekordsummen für Hauspersonal – und lösen damit einen globalen Kampf um die besten Talente aus.

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Privatköche verdienen bis zu 300.000 Dollar bei Superreichen

Privatköche, Butler und persönliche Assistenten erzielen Gehälter auf einem neuen Rekordniveau. Laut einem aktuellen Bericht des Personalvermittlers Morgan & Mallet International können Privatköche in den USA mittlerweile zwischen 100.000 und 300.000 Dollar pro Jahr verdienen. Die Nachfrage nach hochqualifiziertem Hauspersonal hat Rekordwerte erreicht – und treibt die Löhne in der gesamten Branche nach oben.

Hintergrund des Booms ist die wachsende Komplexität im Leben der Superreichen. Vermögende Familien besitzen zunehmend mehrere Immobilien an verschiedenen Standorten weltweit, managen größere Familien und benötigen dafür spezialisiertes Personal. Die Nachfrage betrifft Köche, persönliche Assistenten, Butler, Kindermädchen, Haushaltshilfen, Chauffeure und Gutsverwalter gleichermaßen.

Michelin-Sterne im Privathaushalt

Besonders dynamisch entwickelt sich der Markt für Privatköche. Ultra-wohlhabende Familien möchten laut dem Bericht zunehmend Köche mit Michelin-Stern einstellen, die exklusiv für sie zu Hause kochen – um den Menschenmassen und der öffentlichen Aufmerksamkeit in Spitzenrestaurants zu entgehen. Starköche erzielen dabei die höchsten Aufschläge. Auch Köche mit Spezialisierung auf bestimmte Ernährungsformen – etwa zöliakiefreundliche Küche – können ihre Preise laut dem Bericht „frei diktieren".

Ebenfalls stark gefragt sind mehrsprachige Kindermädchen mit Erfahrung in der Betreuung von Kindern mit besonderen Bedürfnissen. Sogenannte „Reisende Nannies", die ihre Arbeitgeber auf Reisen begleiten, sind besonders begehrt, aber selten. In den Vereinigten Arabischen Emiraten können sie bis zu 163.000 Dollar pro Jahr verdienen.

Persönliche Assistenten mit Diskretion als Kernkompetenz

In den USA sind persönliche Assistenten die am häufigsten nachgefragte Position im Bereich Hauspersonal. Executive Assistants und persönliche Assistenten können laut Morgan & Mallet bis zu 250.000 Dollar jährlich verdienen. Privatsphäre und Diskretion gehören dabei zu den zentralen Einstellungsvoraussetzungen: In Los Angeles war bei 77 Prozent der eingestellten persönlichen Assistenten eine Vertraulichkeitsvereinbarung erforderlich. Strikte Social-Media-Verbote sind heute für alle Positionen im Hauspersonal üblich.

Hausverwalter verzeichnen laut Laurine Mallet, Mitbegründerin von Morgan & Mallet, den am schnellsten steigenden Lohn unter allen Hausangestellten. Grund dafür sind die wachsenden Immobilienportfolios der Reichen und der schrumpfende Pool an qualifizierten Kandidaten. In den USA können Hausverwalter mittlerweile zwischen 150.000 und 250.000 Dollar verdienen. Qualifizierte Gutsverwalter sind besonders schwer zu finden, da von ihnen oft verlangt wird, mehr als drei Immobilien in verschiedenen Ländern und unter unterschiedlichen rechtlichen Rahmenbedingungen zu verwalten.

Butler als Manager komplexer Haushalte

Das Bild des Butler hat sich grundlegend gewandelt. Weit entfernt vom klischeehaften Bediensteten mit silbernem Tablett verwalten Butler heute komplexes Personal, Technik, Sicherheit und Logistik über mehrere Immobilien hinweg. Ihre Gehälter können laut dem Bericht bis zu 180.000 Dollar erreichen.

Der Einstellungsboom hat jedoch auch eine Kehrseite: Die Fluktuation beim Hauspersonal ist deutlich gestiegen. Während Hauspersonal früher oft jahrzehntelang für denselben Arbeitgeber arbeitete, liegt die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit heute laut dem Bericht nur noch bei drei Jahren. Da Wohlhabende zunehmend zwischen ihren Wohnsitzen wechseln und Aufenthaltsgenehmigungen in mehreren Ländern erwerben, bevorzugen sie zudem Personal mit westlichen Reisepässen – was die Suche nach geeigneten Kandidaten zusätzlich erschwert.

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