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Private Vermieter unter Druck durch neue Regeln

Geringe Einnahmen, Sanierungsstau und Unsicherheit beim Heizungstausch belasten Eigentümer zunehmend

Private Vermieter unter Druck durch neue Regeln

Immer mehr private Vermieter in Deutschland stehen unter wirtschaftlichem Druck. Nach einer aktuellen Umfrage des Eigentümerverbands Haus und Grund schreibt fast jeder achte private Vermieter Verluste. Etwa ein Drittel kommt gerade so auf eine schwarze Null. Die Mietpreisregulierung und steigende gesetzliche Anforderungen belasten insbesondere kleinere Eigentümer, deren Einnahmen vielfach deutlich unter 30.000 Euro jährlich liegen.

Vor allem die geplante Verschärfung der Mietpreisbremse sorgt für Unmut bei den Vermietern. Künftig sollen Eigentümer, die gegen die Mietobergrenzen verstoßen, nicht nur die zu viel verlangte Miete erstatten, sondern auch ein Bußgeld zahlen. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) sieht darin eine Maßnahme zum Schutz der Mieter, die sich aus Angst oft nicht zur Wehr setzen. Der Verband Haus und Grund hingegen warnt vor einem verzerrten Bild privater Vermieter, das sie zu Unrecht pauschal als Profiteure darstelle.

Tatsächlich führt die wirtschaftliche Lage vieler privater Vermieter dazu, dass sie sich vom Markt zurückziehen. Der Verkauf ganzer Mietshäuser an gewerbliche Investoren nimmt laut Haus und Grund zu. Das Mietwohnungsangebot bleibt zwar bestehen, doch mit dem Eigentümerwechsel verändert sich häufig die Bewirtschaftung. Gewerbliche Investoren handeln gewinnorientiert – was aus Sicht des Verbands nicht im Interesse der Mieter sei.

Auch notwendige Sanierungen bleiben vielerorts aus. Die Sanierungsquote im Gebäudebestand liegt derzeit bei lediglich 0,69 Prozent jährlich, während zur Erreichung der Klimaziele bis 2045 ein Wert von zwei Prozent nötig wäre. Der Hauptgrund für den Sanierungsstau liegt laut Umfrage in der wirtschaftlichen Unrentabilität entsprechender Maßnahmen. Rund zwei Drittel der befragten Vermieter sehen keine Möglichkeit, Investitionen zur Modernisierung wirtschaftlich zu stemmen.

Bei Wohnungseigentümergemeinschaften ist die Lage besonders angespannt. Fast 70 Prozent dieser Gemeinschaften haben ihre Immobilie noch nicht grundlegend saniert. Neben fehlendem Kapital verhindern auch Uneinigkeiten unter den Eigentümern notwendige Baubeschlüsse. Lediglich 2,3 Prozent entschieden sich laut Umfrage für eine umfassende Sanierung.

Auch der Heizungstausch kommt nur schleppend voran. Die Mehrheit der Mehrfamilienhäuser wird weiterhin mit Erdgas beheizt. Wärmepumpen sind mit sechs Prozent kaum vertreten. Die Unsicherheit über gesetzliche Vorgaben und eine nur schleppend voranschreitende kommunale Wärmeplanung behindern den Umstieg zusätzlich. Nur acht Prozent der Vermieter berichten von einer abgeschlossenen Wärmeplanung in ihrer Kommune.

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