ANZEIGE

Private-Credit-Markt unter Druck: KI bedroht Software-Kreditnehmer

Der 3 Billionen Dollar schwere Private-Credit-Markt gerät durch künstliche Intelligenz unter Druck. Neue KI-Tools von Anthropic setzen Softwareunternehmen zu – eine der wichtigsten Kreditnehmergruppen privater Kreditgeber. Vermögensverwalter wie Ares Mana

•• 3 Min
Private-Credit-Markt unter Druck: KI bedroht Software-Kreditnehmer

Der Private-Credit-Sektor sieht sich neuen Herausforderungen gegenüber, nachdem das KI-Unternehmen Anthropic Tools vorgestellt hat, die komplexe professionelle Aufgaben übernehmen können. Diese Entwicklung löste einen Ausverkauf bei Aktien von Softwaredatenanbietern aus und schürt Sorgen, dass KI traditionelle Software-Geschäftsmodelle fundamental verändern könnte.

Massive Kursverluste bei Asset Managern

Die Aktienkurse großer Vermögensverwalter mit bedeutenden Private-Credit-Sparten brachen diese Woche deutlich ein. Ares Management verlor über 12 Prozent, Blue Owl Capital mehr als 8 Prozent. KKR sank um fast 10 Prozent, TPG um etwa 7 Prozent. Apollo Global und BlackRock verzeichneten Rückgänge von über 1 Prozent beziehungsweise 5 Prozent. Zum Vergleich: Der S&P 500 gab nur 0,1 Prozent nach, während der Nasdaq um 1,8 Prozent fiel.

Hohe Konzentration im Softwarebereich

Softwareunternehmen machen einen erheblichen Anteil der Kredite aus, die von US-amerikanischen Business Development Companies (BDCs) gehalten werden. Nach Daten von PitchBook entfallen rund 17 Prozent der BDC-Investitionen nach Anzahl der Deals auf diesen Sektor – nur kommerzielle Dienstleistungen liegen höher. Dieses konzentrierte Engagement könnte sich als problematisch erweisen, wenn die KI-Einführung schneller voranschreitet als die Anpassungsfähigkeit der Kreditnehmer.

UBS warnt vor drastisch steigenden Ausfallraten

Die UBS Group hat ein alarmierendes Szenario skizziert: Bei aggressiver Disruption durch KI könnten die Ausfallraten im US-amerikanischen Private-Credit-Sektor auf 13 Prozent steigen. Dies wäre deutlich höher als die prognostizierten Stressszenarien für Leveraged Loans mit etwa 8 Prozent und Hochzinsanleihen mit rund 4 Prozent. Die Bank sieht erhebliche Risiken für die Cashflows der Kreditnehmer und damit steigende Ausfallwahrscheinlichkeiten.

Bereits bestehende Probleme verschärfen sich

Experten weisen darauf hin, dass die Spannungen im Private-Credit-Bereich bereits vor den jüngsten KI-Sorgen bestanden. Viele Private-Credit-Fonds hatten Schwierigkeiten, ihre Kredite zu liquidieren. Die KI-Entwicklungen stellen lediglich eine weitere Belastung für einen Sektor dar, der ohnehin unter Druck steht. Probleme bei Liquidität und Kreditverlängerungen waren bereits zuvor ein Thema.

Warnung vor systemischen Risiken

Die jüngsten Entwicklungen reihen sich ein in eine Serie von Warnungen über den 3 Billionen Dollar schweren Markt. Kritikpunkte sind hohe Verschuldung, undurchsichtige Bewertungen und das Risiko, dass isolierte Probleme zu systemischen Krisen werden könnten. JPMorgan-Chef Jamie Dimon warnte Ende letzten Jahres vor den "Kakerlaken" im Private-Credit-Sektor und mahnte, dass Stress bei einem Kreditnehmer auf weitere verborgene Probleme hindeuten könne.

Payment-in-Kind-Kredite als Risikofaktor

Software- und Dienstleistungsunternehmen machen den größten Anteil an Payment-in-Kind-(PIK)-Krediten aus. Bei diesen Vereinbarungen können Kreditnehmer die Zahlung von Zinsen in bar aufschieben. Während PIK-Strukturen oft genutzt werden, um schnell wachsenden Unternehmen Zeit zu geben, werden sie riskant, wenn sich die Finanzen verschlechtern. Aufgeschobene Zinsen könnten dann schnell zu einem ernsthaften Kreditproblem werden.

Ares Management verteidigt Portfolio-Qualität

Michael Arougheti, CEO von Ares Management, betonte, das Engagement des Unternehmens im Softwarebereich sei begrenzt. Softwarekredite machten etwa 6 Prozent des Gesamtvermögens und weniger als 9 Prozent des verwalteten Vermögens im Bereich Private Credit aus. Ares vergebe hauptsächlich Kredite an profitable Softwareunternehmen mit starkem Cashflow und halte die Verschuldungsgrade niedrig, was die Zahl problematischer Kredite nahe Null gehalten habe.

Intransparenz erschwert Risikobewertung

Mark Zandi, Chefökonom von Moody's Analytics, merkte an, dass es aufgrund der Intransparenz des Sektors schwierig sei, eine vollständige Risikobewertung vorzunehmen. Das schnelle Wachstum der KI-bezogenen Kreditaufnahme, die steigende Verschuldung und der Mangel an Transparenz seien erhebliche Warnsignale für den gesamten Markt.

Private CreditKi-DisruptionSoftwareunternehmenAusfallrisikenAres Management

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Börsenkorrektur kommt unweigerlich: So bereiten sich Anleger richtig vor
  3. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  4. Pieper sieht veränderte Marktstruktur als Treiber heftiger Kursausschläge
  5. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.