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Portugal platziert Staatsanleihen über 1,39 Milliarden Euro erfolgreich

Die Renditen sanken bei beiden Laufzeiten deutlich – ein Zeichen gestiegenen Vertrauens der Investoren in portugiesische Staatsschulden.

Portugal platziert Staatsanleihen über 1,39 Milliarden Euro erfolgreich

Portugal hat erfolgreich Staatsanleihen im Gesamtvolumen von 1,39 Milliarden Euro (rund 1,61 Milliarden US-Dollar) am Kapitalmarkt platziert. Die staatliche Schuldenagentur IGCP verkaufte dabei Papiere mit zwei unterschiedlichen Laufzeiten – und konnte bei beiden Tranchen niedrigere Renditen als bei vergleichbaren Vorauktionen erzielen.

Die neunjährigen Anleihen wurden mit einem Volumen von 636 Millionen Euro zu einer Rendite von 3,342 Prozent begeben. Im Vergleich dazu lag die Rendite bei einer Auktion mit ähnlicher Laufzeit im Vormonat noch bei 3,452 Prozent – ein Rückgang von rund elf Basispunkten.

Deutlicher Rückgang bei langen Laufzeiten

Noch ausgeprägter fiel die Renditeverbesserung bei den 19-jährigen Anleihen aus. Hier platzierte die IGCP Papiere im Wert von 755 Millionen Euro zu einer Rendite von 3,452 Prozent. Bei einer vergleichbaren Auktion im vergangenen Jahr hatte die Rendite noch bei 3,753 Prozent gelegen – ein Rückgang von rund 30 Basispunkten. Sinkende Renditen bedeuten für den Emittenten niedrigere Finanzierungskosten und spiegeln ein gestiegenes Vertrauen der Anleger wider.

Die Nachfrage nach beiden Tranchen war solide. Die neunjährigen Anleihen verzeichneten eine Überzeichnung in Höhe des 2,04-Fachen des angebotenen Betrags. Die 19-jährigen Papiere wurden mit dem 2,05-Fachen des verkauften Volumens nachgefragt. Eine Überzeichnungsquote von rund zwei gilt am Anleihemarkt als gesundes Zeichen für ausreichendes Investoreninteresse.

Sekundärmarkt bestätigt positive Tendenz

Auch am Sekundärmarkt zeigte sich ein freundliches Bild für portugiesische Staatsanleihen. Die portugiesische 10-jährige Benchmark-Anleihe wurde am selben Tag mit einer Rendite von 3,445 Prozent gehandelt. Dieser Wert liegt eng beieinander mit den Auktionsrenditen und deutet auf eine konsistente Marktbewertung hin.

Für deutsche Anleger und Beobachter des europäischen Anleihemarkts sind solche Auktionen ein wichtiger Indikator für die Risikowahrnehmung innerhalb der Eurozone. Portugal gehörte in der Schuldenkrise der 2010er Jahre zu den besonders betroffenen Ländern und musste damals deutlich höhere Renditen zahlen. Die aktuellen Werte um die 3,3 bis 3,5 Prozent spiegeln eine deutlich stabilere Lage wider.

Die IGCP ist als staatliche Schuldenverwaltungsagentur Portugals für die Emission und Verwaltung der portugiesischen Staatsschulden zuständig. Regelmäßige Anleiheauktionen dienen der Refinanzierung bestehender Verbindlichkeiten sowie der Finanzierung des Staatshaushalts.

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