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Portugal baut gigantisches Pumpspeicherkraftwerk zur Unterstützung der Energiewende

Der Fluss Tâmega ist das Herzstück der zuverlässigen Energieversorgung Portugals.

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Portugal baut gigantisches Pumpspeicherkraftwerk zur Unterstützung der Energiewende

Portugal strebt an, bis 2030 80 Prozent seines Strombedarfs aus erneuerbaren Energien zu decken. Ein gigantisches Pumpspeicherkraftwerk, das vom spanischen Energieunternehmen Iberdrola errichtet wurde, soll dabei helfen, dass der Ökostrom auch dann ins Netz eingespeist werden kann, wenn gerade keine Wind- oder Sonnenenergie verfügbar ist. Das Kraftwerk nutzt das Wasser des Flusses Tâmega im Norden Portugals, der von einem unterirdischen Tunnel mit einem oberen und unteren Staubecken verbunden ist.

Das obere Becken kann bis zu 13,7 Milliarden Liter Wasser speichern und damit den Strombedarf der zweitgrößten Stadt Portugals, Porto, für 24 Stunden decken. Das Kraftwerk kann zwischen Pump- und Stromerzeugungsmodus umschalten und speichert überschüssige Energie im oberen Becken. Wenn das Stromnetz mehr Energie braucht, wird das Wasser aus dem oberen Becken genutzt, um Strom zu erzeugen. Mit einer Leistung von 880 Megawatt können 40.000 Liter pro Sekunde durch jede der vier Pumpturbinen fließen.

Das Projekt kostet 1,5 Milliarden Euro und hat 2.000 Arbeitsplätze während der Bauphase und 13.000 dauerhafte Arbeitsplätze geschaffen. Das Kraftwerk stellt jedoch auch einen erheblichen Eingriff in die Landschaft dar und erfordert soziale und ökologische Ausgleichsmaßnahmen. Die Schaffung von Ausgleichsflächen, der Bau von Straßen und Brücken sowie die Ausstattung lokaler Feuerwehren sind Teil dieser Maßnahmen.

Pumpspeicherkraftwerke sind notwendig, um die Schwankungen bei der Erzeugung von erneuerbaren Energien auszugleichen und die Stabilität des Stromnetzes zu gewährleisten. Österreich plant, bis 2030 ausschließlich erneuerbare Energien zu nutzen und wird deshalb bis 2025 ein weiteres Pumpspeicherkraftwerk in Kaprun bauen. Landschaften voller Pumpspeicherkraftwerke und Staudämme können jedoch nicht überall ohne weiteres errichtet werden.

Obwohl Portugal geografisch gut für derartige Projekte geeignet ist und bereits mehrere Pumpspeicherkraftwerke betreibt, ist die Anbindung Portugals an die Stromnetze im Rest Europas noch ausbaufähig. Die Lösung des großen Knackpunkts der Energiewende erfordert jedoch europaweite Maßnahmen und mehr Pumpspeicherkraftwerke, um überschüssige Energie zu speichern und zu nutzen, wenn sie gebraucht wird.

Das Pumpspeicherkraftwerk in Portugal ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer nachhaltigen und zuverlässigen Energieversorgung. Es zeigt, dass erneuerbare Energien durch den Einsatz von Technologien wie Pumpspeicherkraftwerken auch dann verlässlich eingespeist werden können, wenn die natürlichen Ressourcen gerade nicht verfügbar sind. Pumpspeicherkraftwerke werden auch in Zukunft eine wichtige Rolle bei der Energiewende spielen, um eine zuverlässige Stromversorgung sicherzustellen.

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