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Porsche verschärft Sparkurs erneut

Verhandlungen über Zukunftspaket bringen weitere Einsparmaßnahmen und Standortfragen auf den Tisch

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Porsche verschärft Sparkurs erneut

Die Porsche-Führung intensiviert ihre Bemühungen, den laufenden Sparkurs auszuweiten, und fordert in den aktuellen Gesprächen mit der Arbeitnehmerseite weiterreichende Einsparmaßnahmen. Im Mittelpunkt stehen mögliche Veränderungen an den deutschen Standorten Zuffenhausen und Weissach, wo sowohl Produktion als auch Entwicklung angesiedelt sind. Nach vorliegenden Informationen werden verschiedene Optionen geprüft, darunter die Auslagerung ganzer Betriebsteile sowie einzelner Modelle. Auch finanzielle Leistungen für Beschäftigte geraten stärker in den Fokus.

Geplant ist die Streichung von Einmalzahlungen und Jubiläumsleistungen. Zusätzlich sollen Anpassungen bei der Altersvorsorge vorgenommen werden. In internen Aufstellungen ist von einem Personalabbau im Angestelltenbereich die Rede, ebenso von der externen Vergabe bestimmter Dienstleistungen. Darüber hinaus wird eine Reduzierung der Zahl der Auszubildenden sowie eine nur noch bedingte Übernahmegarantie genannt. Ergänzend sind Änderungen beim Homeoffice, der Arbeitszeitgestaltung und eine Erhöhung der betrieblichen Flexibilität vorgesehen.

Ein Unternehmenssprecher betonte, dass die Automobilindustrie vor erheblichen strukturellen Herausforderungen stehe und die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit zentrale Voraussetzung für die Zukunft des Unternehmens sei. Vor diesem Hintergrund seien umfassende Kostenoptimierungen notwendig, über die man mit der Arbeitnehmervertretung im Rahmen eines zweiten Zukunftspakets vertraulich im Austausch stehe. Aussagen zur Höhe des möglichen Einsparvolumens wurden weder vom Unternehmen noch vom Gesamtbetriebsrat gemacht.

Der Betriebsrat verweist darauf, dass sich beide Seiten derzeit noch in der Informationsphase befinden. Erst im Anschluss sollen konkrete Verhandlungen folgen. Zugleich fordert die Arbeitnehmervertretung eine Beschäftigungssicherung mindestens bis 2035 und ein eindeutiges Bekenntnis der Unternehmensführung zu den deutschen Standorten. In den kommenden Tagen sollen in Zuffenhausen und Weissach bereits länger geplante Betriebsversammlungen stattfinden, bei denen die Belegschaft über den Stand der Gespräche informiert wird.

Die derzeit gültige Beschäftigungssicherung reicht bis Mitte 2030 und betrifft etwa 23.000 Beschäftigte in Zuffenhausen, Weissach sowie an kleineren Standorten. Mit Auslaufen dieser Regelungen wären betriebsbedingte Kündigungen grundsätzlich möglich. Bereits im Februar wurde ein erstes Sparpaket mit einem Abbau von 1900 Stellen bis 2029 angekündigt. Die Maßnahmen gelten als sozialverträglich, da sie unter die bestehende Beschäftigungssicherung fallen. Zudem hatte die Unternehmensführung im Sommer interne Hinweise auf eine weitere Sparrunde gegeben.

Der strategische Schwenk hin zu einer stärkeren Fokussierung auf Verbrennungsmotoren belastet die Bilanz zusätzlich. Die Kosten für den Umbau des Unternehmens belaufen sich auf rund 3,1 Milliarden Euro, was zu einer deutlichen Reduktion des erwarteten Gewinns in diesem Jahr führt.

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