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Porsche schrumpft Vorstand und streicht Car-IT-Ressort ersatzlos

Der Sportwagenbauer baut seine Führungsstruktur um – Softwarechef Sajjad Khan verlässt das Unternehmen zum 19. Juni.

Porsche schrumpft Vorstand und streicht Car-IT-Ressort ersatzlos

Porsche zieht die Konsequenzen aus einer schwierigen Transformationsphase und verkleinert seinen Vorstand. Der Stuttgarter Sportwagenbauer löst das Ressort Car-IT auf und trennt sich von Sajjad Khan, der bislang für die Fahrzeugsoftware verantwortlich zeichnete. Khan scheidet zum 19. Juni aus dem Unternehmen aus, wie Porsche am Donnerstag offiziell mitteilte.

Die bisherigen Aufgaben des Car-IT-Ressorts werden ab Juli vom Entwicklungsvorstand Michael Steiner übernommen. Damit bündelt Porsche die Verantwortung für Fahrzeugtechnologie und Software künftig in einer Hand – ein klares Signal für eine schlankere Führungsstruktur.

Neuausrichtung unter CEO Michael Leiters

Aufsichtsratschef Wolfgang Porsche ordnete den Schritt in einen größeren strategischen Rahmen ein. Porsche befinde sich in einer „herausfordernden Phase der Transformation", so Wolfgang Porsche. Man müsse das Unternehmen neu ausrichten und passe die Strukturen „unter der Führung von Michael Leiters konsequent der neuen Zeit an – auch im Vorstand."

Die Aussage verdeutlicht, dass die Vorstandsverkleinerung kein isolierter Einzelschritt ist, sondern Teil eines umfassenderen Umbaus der Unternehmensorganisation. Für Anleger der Porsche AG, die an der Frankfurter Börse notiert ist, unterstreicht dies den anhaltenden Druck auf den Automobilsektor, Kosten zu senken und Strukturen zu verschlanken.

Khans kurze Amtszeit bei Porsche

Bemerkenswert ist die kurze Verweildauer Khans bei Porsche: Er war erst 2023 vom Stuttgarter Konkurrenten Mercedes zu Porsche gewechselt. Das Vorstandsressort Car-IT war damals eigens für ihn geschaffen worden. Zuvor hatte Khan bei Mercedes als Chefentwickler gearbeitet und galt als ausgewiesener Digitalexperte.

Trotz seines Ausscheidens bleibt Khan dem Unternehmen zumindest indirekt erhalten. Porsche teilte mit, Khan werde dem Unternehmen nach seinem Ausscheiden im Rahmen einer Software-Partnerschaft weiter zur Verfügung stehen. Nähere Details zu dieser Kooperation nannte Porsche jedoch nicht.

Die Entwicklung bei Porsche reiht sich in einen branchenweiten Trend ein. Auch der Mutterkonzern Volkswagen steht unter erheblichem Restrukturierungsdruck. Für Privatanleger bleibt die Frage, ob die Straffung der Führungsstruktur bei Porsche mittelfristig zu mehr Effizienz und damit zu einer Verbesserung der operativen Ergebnisse führt.

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