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Polymarket startet Prognosemärkte für private Unternehmen und Einhörner

In Kooperation mit Nasdaq Private Market ermöglicht Polymarket erstmals Wetten auf Bewertungen, IPOs und Sekundärmarktaktivitäten nicht börsennotierter Firmen.

Polymarket startet Prognosemärkte für private Unternehmen und Einhörner

Polymarket hat am Dienstag in Zusammenarbeit mit Nasdaq Private Market Prognosemärkte für die Performance privater Unternehmen eingeführt. Das Unternehmen bezeichnet dies als ein Novum für den schnell wachsenden Sektor der Prognosemärkte. Nutzer können künftig auf Meilensteine nicht börsennotierter Unternehmen spekulieren – darunter Bewertungen, Zeitpunkte von Börsengängen (IPOs) sowie Aktivitäten am Sekundärmarkt.

Prognosemärkte funktionieren so, dass Nutzer auf den Ausgang künftiger Ereignisse wetten, wobei die Marktpreise die wahrgenommene Wahrscheinlichkeit dieser Ergebnisse widerspiegeln. Bislang waren solche Märkte vor allem für politische Ereignisse wie Wahlen oder für Kryptowährungen bekannt. Mit dem neuen Angebot weitet Polymarket sein Spektrum nun erstmals gezielt auf den Bereich privater Unternehmen aus.

Nasdaq Private Market als Datenlieferant

Eine zentrale Rolle in dem neuen Angebot spielt Nasdaq Private Market. Das Unternehmen fungiert als offizieller Datenlieferant für die Abwicklung der Märkte für private Unternehmen auf der Polymarket-Plattform. Damit soll die Datengrundlage für die Preisfindung verlässlich und transparent gestaltet werden.

Polymarket betont, dass das neue Angebot auch ein zusätzliches Instrument zur Preisfindung für institutionelle Investoren schaffe. Gerade in einem Marktumfeld, in dem verlässliche Bewertungsdaten für private Unternehmen schwer zugänglich sind, könnte dies für professionelle Anleger von erheblichem Interesse sein.

Wachsendes Interesse an privaten Märkten

Die Einführung fällt in eine Zeit, in der Unternehmen immer länger in privater Hand bleiben. Mehrere Start-ups haben Bewertungen erreicht, die mit jenen von Unternehmen im S&P 500 vergleichbar sind. Dies hat das Interesse der Anleger an privaten Märkten in den vergangenen Jahren deutlich verstärkt.

Besonders eindrucksvoll sind die Zahlen rund um sogenannte Einhörner – also Start-ups mit einer Bewertung von mehr als einer Milliarde US-Dollar. Polymarket gibt an, dass weltweit fast 1.600 solcher Einhörner existieren, die zusammen einen Gesamtwert von über fünf Billionen US-Dollar aufweisen. Diese Dimension verdeutlicht, warum private Märkte zunehmend in den Fokus von Investoren rücken.

Für deutsche Privatanleger und institutionelle Investoren ist das Thema ebenfalls relevant: Der Zugang zu Informationen über nicht börsennotierte Unternehmen war bislang stark eingeschränkt. Instrumente wie Prognosemärkte könnten dazu beitragen, die Transparenz in diesem Segment zu erhöhen und neue Signale für Bewertungen zu liefern – auch wenn das Spekulationselement dabei nicht außer Acht gelassen werden sollte.

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