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Nachhaltige Nahrungsmittel als Anlagechance - So investiert man in die Plant-Based-Revolution

Der nächste große Börsentrend ist pflanzenbasiert!

• 9 Min
Nachhaltige Nahrungsmittel als Anlagechance - So investiert man in die Plant-Based-Revolution

Die Konsumenten in der westlichen Welt beschäftigen sich endlich mit gesünderer Ernährung. Der allgegenwärtige Diskurs zu den Themen Gesundheit, Nachhaltigkeit, Ethik und Klimawandel sorgt nicht nur bei der jüngeren Generation für ein Umdenken. Vegane Lebensmittel sind längst zu einem Lifestyle geworden und haben einen neuen Markt eröffnet, der ein unglaubliches Wachstum an den Tag legt.

Der Markt für pflanzenbasierte Produkte wie Fleisch- oder Milchersatz soll laut einem Bericht von Meticulous Research(1) allein bis zum Jahr 2027 um jährlich 11,9% wachsen. Ein enormer Wert in einer Nahrungsmittelindustrie, die eigentlich bei geringem einstelligen Wachstum schon von Erfolgen spricht. Innerhalb von nur 6 Jahren soll der Gesamtmarkt demnach auf 74 Mrd. USD anwachsen.

Die enorm hohen Wachstumsraten sind in erster Linie auf ein Umdenken bei der Ernährung vieler Menschen zurückzuführen. Immer mehr Konsumenten schauen nach Alternativen zu Fleisch und Milch, und dies mit den vielfältigsten Gründen.

Während einige den gesundheitlichen Aspekt im Vordergrund sehen, geht es anderen vermehrt um verbesserten Tier- und Umweltschutz. Selbst die Climate Change Aktivisten sehen in einer tierproduktfreien Ernährung eine Lösung um den Klimawandel aufzuhalten. Sobald sie die finanziellen Chancen erkennen, die mit den neuen Produktbereichen entstehen, dürften sie zumindest die Forderung zur Abschaffung des Kapitalismus zu den Aktien legen.

Denn Unternehmen wie Beyond Meat und kürzlich erst Oatly haben es vorgemacht: mit dem neuen Health Food Trend können nicht nur die Unternehmen selbst, sondern auch Anleger enorm viel Geld verdienen.

Allein die Zahlen aus Nordamerika sollten jeden Investor überzeugen. Laut einem Report des Good Food Institutes (2) kaufen mittlerweile schon 41% der US-Haushalte pflanzenbasierte Milch. Bei den Unter 30-jährigen, der sogenannten Generation Z, sind es sogar schon 65%, die eine pflanzenreichere Ernährung bevorzugen und bis zu 79% verzichten mindestens 1-2 Mal pro Woche ganz auf Fleisch.

Wer in den letzten Jahren in Amerika zu Besuch war konnte feststellen: nicht nur im lokalen Starbucks werden mittlerweile gleich mehrere Milchalternativen angeboten. Auch viele der trendigen Restaurants haben die Auswahl an fleischlosen Gerichten deutlich erhöht.

In Deutschland ist der Trend mittlerweile auch vollends angekommen. Immer mehr Menschen ernähren sich zumindest vegetarisch, oder bezeichnen sich zumindest selbst als sogenannte „Flexitarians“, also Personen die hauptsächlich pflanzliche Produkte konsumieren, aber ab und zu auch noch ein Steak genießen.

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Das enorme Wachstum ruft eine Menge neuer Startups und Unternehmen auf den Plan, die mit immer neuen und innovativen Produkten ihren Anteil des Milliardenmarkts ergattern wollen. Allein im Jahr 2020 flossen so rund 2 Mrd. privater Investorengelder in Unternehmen, die mit Fleisch- und Tierersatzstoffen die Kundennachfrage bedienen möchten.

Wie kann man als Kleinanleger von diesem Boom profitieren?

Viele der privaten Startups, die in den letzten Monaten durch Venture Capital und institutionelle Investoren finanziert wurden, werden in den nächsten 2 Jahren an die Börse strömen. Für uns gilt es dann, diejenigen Unternehmen zu identifizieren, denen in den kommenden Jahren die größten Wachstums- und Entwicklungschancen zugestanden werden.

4 Wege für die passende Investmentstrategie.

Im Folgenden zeigen wir vier mögliche Strategien auf, an die Investoren sich je nach Risikoprofil und finanziellen Mitteln halten können. Für institutionelle Investoren gibt es sicherlich zusätzlich die Möglichkeit in private und vorbörsliche Startups zu investieren, doch das können wir hier leider auch aus rechtlichen Gründen nicht näher beleuchten.

1. In größere börsennotierte Unternehmen, die den Trend mittlerweile für sich entdeckt haben.

Bei diesen Unternehmen handelt es sich nicht um Unternehmen, die mit dem Health Food Trend mitwachsen werden, sondern um solche die bereits seit Jahren und Jahrzehnten an der Börse sind. Diese Firmen sind hauptsächlich im herkommlichen Nahrungsmittelgeschäft aktiv und sehen die Notwendigkeit, sich im veganen Foodbereich zumindest mit aufzustellen.

Durch Übernahmen der kleineren Player haben die großen Konzerne wie Tyson Foods (hält aus der ersten Finanzierungsrunde noch rund 5% an Beyond Meat), Kellogg (wartete mit der Übernahme von Bright Greens sowie einer größeren Beteiligung an Kuli Kuli auf), Danone (Übernahme von White Wave im Drinks-Bereich), sowie Campbell´s Soup (Übernahme von Pacific Food, einem Hersteller von pflanzenbasierter Milch) ihren Fuss in die Tür gestellt.

Ob man mit der Aktie von einem dieser Konzerne allerdings noch richtig am Wachstumsboom der Vegan-Branche finanziell profitieren kann, ist fraglich. Ein Investment in einen der großen Player sollte eher als Absicherung dienen, während man parallel den Fokus auf Kategorie 2 und 3 setzen sollte.

2. In börsennotierte First Mover, die sich gänzlich und allein auf den Health Food Markt konzentrieren.

In dieser Kategorie kommt man an zwei großen Namen auf keinen Fall vorbei: Beyond Meat und Oatly (WKN: A3CQRG).

Die Schweden sind unter dem Handelssymbol (OTLY) erst seit dem Mai 2021 an der Börse gelistet und haben seitdem durchaus performt. Aktuell notiert die Aktie auf einem All-Time-High. Oatly sollte auch deutschen Anlegern durchaus ein Begriff sein, da das Produkt schon seit mehreren Jahren bei uns vertrieben wird.

Neben den Milchersatz-Produkten sind auch die weiteren Produkte von Oatly durchgängig vegan, und das operative Wachstum läuft dem Börsenkurs momentan sogar etwas voraus.

Bei Beyond Meat (WKN:A2N7XQ) hat sich der Hype, der Dank zahlreicher Prominenter und dem First Mover Bonus in diesem Bereich den Aktienkurs anfänglich auf über 200 Euro gepusht hatte, wieder etwas gelegt. Doch noch immer notiert die Aktie bei weit über dem Doppelten des Ausgabepreises.

Beyond Meat war das erste große Unternehmen, das mit Fleischersatz-Produkten im Mai 2019 an die Börse ging. Während viele Anleger noch immer auf das Unternehmen stehen, da es wie kein anderes für ein Umdenken bei den Konsumenten steht, ist der Aktienkurs mitterweile nicht unbedingt mehr günstig. Vor allem auf Basis des Kurs-Gewinn-Verhältnisses sollte man momentan von einem Investment in den Branchenführer wohl eher absehen.

Ein weiterer Player, der hier unbedingt genannt werden sollte ist Amyris (Ticker: AMRS) (WKN: A2DS41). In den letzten 12 Monaten konnte die Aktie des Herstellers von pflanzenbasierten Nahrungsergänzungsmittel und natürlichen Süssstoffen um über 300% zulegen. Doch auch wenn alle Produkte des Unternehmens vegan sind, ist auch diese Aktie mitterweile schon fast zu gut gelaufen um jetzt noch günstig einzusteigen.

Das bedeutet, dass das große Geld mittlerweile wohl eher bei den kleineren aufstrebenden Unternehmen zu machen ist, die im nächsten Menüpunkt beschrieben werden.

3. In die kleinen und unentdecken Superfoods-Aktien, mit denen sich in den nächsten Jahren riesige Gewinne einfahren lassen.

Hierzulande sollten Unternehmen wie Eat Beyond den Anlegern mittlerweile ein Begriff sein. Auch wenn die Aktienperformance des Unternehmens bisher nicht überzeugen konnte, die Marktkapitalisierung kann sich durchaus sehen lassen.

Gleiches trifft zu für Unternehmen wie Else Nutrition (WKN: A2PNZE), die mit pflanzenbasierter Babynahrung eine echte Marktlücke für sich entdeckt haben. Auch wenn nach dem Start der Kurs mittlerweile etwas nachgelassen hat, eröffnen sich dadurch für Anleger starke Chancen.

Gerade erst an der Börse ist zudem Element Nutritional Sciences (Ticker: ELMT +++ WKN: A3CQ6E), die in den ersten Handelstagen deutlich zulegen konnten. Und genau auf solche Deals sollten Investoren jetzt achten, denn die Reise der kleinen Player geht gerade erst los.

Und genau auf diese kleinen Player liegt bei uns in den kommenden Monaten der Fokus. Wir beobachten den Markt, auch aus Eigeninteresse, ganz genau, um besonders diejenigen Aktien zu entdecken, die den Weg von Oatly oder Beyond Meat nehmen können und in einigen Jahren zu den Milliardenkonzernen gehören. Daher sollten Sie uns unbedingt auf unserem Newsletter folgen, um die von uns entdeckten Hidden Champions dann frühzeitig in Ihr Depot aufnehmen zu können.

4. In börsengehandelte Investmentfonds (ETFs), die sich auf Green und Vegan fokussieren.

Die auf den neuen Sustainability-Trend aufspringenden ETFs wachsen momentan wie Pilze aus dem Boden. Doch nur bei wenigen ist wirklich drin, was auch versprochen wird.

Viele größere Fonds müssen einfach im Nebengeschäft in die neue Generation von veganen und pflanzenbasierten Nahrungsmittelherstellern einsteigen, weil es ihnen von der Governance so vorgeschrieben wird. Um die vorgegebenen Sustainable Development Goals (SGDs) zu erreichen, ist vieles hiervon aber oftmals mehr Schein als Sein.

Wirklich fokussiert, und vor allem transparent auf ESG setzen nur wenige Fonds, wie beispielsweise der gerade neu gegründete WIWIN Just Green Impact Fond (WKN: A2QRSZ), der es sich zum Ziel gemacht hat, ausschließlich auf Unternehmen zu setzen, die von den Grundsätzen des ethischen und nachhaltigen Investierens keinen Fingerbreit abrücken.

Um bei den „reinen“ Fonds zu bleiben: einen echten ETF, der ausnahmslos auf Unternehmen aus dem Vegan-Sektor investiert haben wir auch entdeckt. Leider aber nur einen einzigen. Der US Vegan Climate ETF (NYSE: VEGN) meidet jegliche Investments, bei denen der Tier- oder Umweltschutz vernachlässigt wird. Dennoch zeigt ein Blick auf den aktuellen Bestand des von Beyond Investing herausgegebenen Fonds, dass die wichtigsten 15 Beteiligungen allesamt aus dem Technologie-Bereich stammen, und nur wenig mit Food and Beverages zu tun haben.

Ein riesiger Markt, in dem die kleinen Player erst einmal das größte Wachstum nachweisen werden

Der Markt für Non-Dairy und Ersatzprodukte wird in den nächsten Jahren einen enormen Schub erhalten. Die kleinen und neuen Player werden sich in diesem Umfeld erst einmal beweisen müssen, dürften aber vor allem auf Grund ihrer beringen Marktkapitalisierung anfänglich am meisten wachsen.

Genau darum gilt es für Investoren, den Fokus in erster Linie einmal auf diesen Bereich zu legen. Innovationen, große Transparenz und vor allem auch ethische Leitfäden bei der Geschäftsstrategie sollten immer die wichtigsten Kaufargumente bleiben.

**Wer noch weitere Entscheidungskriterien sucht, sollte auch immer einen Blick auf den Net Environmental Contribution Wert des Produktportfolios werfen. **

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Quelle: Quantis 2017 und Sycomore auf Basis von Fodges Research

So sollten zuerst Produkte wie verpackungsloses Bio-Gemüse als Entscheidungsfaktor gelten. Zum positiven Bereich gehören auch Bio-Eier und organische Milch. Gerade bei organischer Milch hat es mit Oatly bereits ein Kandidat vorgemacht.

In Deutschland hat selbst Fussball-Nationalspieler Kevin Trapp mit Moelk ein eigenes kleines Produkt auf den Markt gebracht. Doch selbst investieren kann man dort natürlich nicht.

Zu guter Letzt spielt auch der politische Faktor eine große Rolle. Ein Wahlsieg der Grünen im Herbst dürfte das Thema Super-Greenfoods in Deutschland noch weiter in den Vordergrund rücken. Grünenwähler können dann mit dem Thema sogar Geld verdienen. Und Grünen-Gegner zumindest einen Teil des durch höhere Steuern verlorenen Vermögens wieder einspielen.

Der Superfoods-Trend ist auf jeden Fall gekommen um zu bleiben. Nachdem in den ersten Jahren der Fokus der Unternehmen vor allem auf reinen Veganern und Vegetariern lag, entdecken die Anbieter von Milch- und Fleischersatz nun auch die Flexitarier. Der Markt für Personen, die zwar weiterhin Fleisch essen, aber dennoch die neuen Produkte konsumieren werden ist riesig und dürfte der Industrie einen wichtigen Anstoss zu noch schnellerem Wachstum geben.

### Mit den kleinen aufstrebenden Vegan-Aktien können Anleger spätestens dann richtig viel Geld verdienen.

(1) https://plantbasednews.org/lifestyle/plant-based-food-market-worth-74-billion-by-2027/

(2) https://gfi.org/press/plant-based-food-retail-sales-grow-5x-faster-than-total-food-sales-for-second-consecutive-year-with-plant-based-market-now-worth-5-billion/

Plant Veda FoodsNachhaltigkeit

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