Piper Sandler stuft Halliburton und Patterson-UTI auf Overweight hoch
Verbesserte US-Landaktivität und stärkerer Energiesicherheitsausblick machen die Aktien vor Q2-Ergebnissen attraktiv.

Das Analysehaus Piper Sandler hat am Dienstag zwei bedeutende Hochstufungen im Ölfelddienstleistungssektor vorgenommen. Sowohl Halliburton als auch Patterson-UTI Energy wurden von „Neutral" auf „Overweight" angehoben. Als Begründung nannte Piper Sandler die sich verbessernde US-Landaktivität sowie einen stärkeren langfristigen Ausblick für die Energiesicherheit.
Die Analysten sehen in den aktuellen Kursniveaus einen attraktiven Einstiegspunkt – insbesondere vor der Veröffentlichung der Ergebnisse für das zweite Quartal. Dies gilt trotz anhaltender geopolitischer Unsicherheit im Nahen Osten und der damit verbundenen Volatilität bei den Ölpreisen.
Ölpreise zwischen Konflikt und Waffenstillstand
Der Ölfelddienstleistungssektor befindet sich laut Piper Sandler weiterhin in einem „Zustand der Schwebe". Während des Konflikts zwischen den USA, Israel und dem Iran waren die Rohölpreise zeitweise auf über 110 US-Dollar pro Barrel gestiegen. Nach einem Waffenstillstand im Juni fielen sie jedoch wieder auf rund 70 US-Dollar zurück.
Erneute Spannungen rund um die Straße von Hormus haben die Preise seither wieder in Richtung 75 US-Dollar getrieben. Diese Entwicklung stimmt Anleger für den Rest des Jahres 2026 vorsichtig, stützt jedoch einen konstruktiveren Ausblick für die Jahre 2027 und 2028.
Piper Sandler erwartet, dass eine zunehmende US-Bohraktivität, eine steigende Fracking-Auslastung und stabilere Preise die Gewinnrevisionen im Sektor stützen werden. Das Analysehaus hob dabei Halliburton, Patterson-UTI, Liberty Energy und ProPetro als jene Unternehmen hervor, die am ehesten Quartalsergebnisse liefern könnten, die über den Erwartungen liegen und mit einer Anhebung der Prognosen einhergehen – im Fachjargon als „Beat-and-Raise" bezeichnet.
Zusätzliche Wachstumstreiber bei Halliburton
Für Halliburton wurden neben der allgemeinen Sektordynamik auch spezifische Wachstumstreiber identifiziert. Die Beteiligung des Unternehmens an VoltaGrid sowie jüngste internationale Vertragsabschlüsse wurden als zusätzliche langfristige Katalysatoren angeführt.
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Zur AktienanalyseVorsichtiger äußerte sich Piper Sandler hingegen zu Weatherford International und Flowco. Bei Weatherford verwies das Analysehaus auf Risiken für die Schätzungen für 2026 aufgrund anhaltender Störungen im Nahen Osten. Bei Flowco wurden höhere Betriebskosten als Belastungsfaktor genannt.
Die positive langfristige Einschätzung für den Offshore-Dienstleistungssektor wurde von Piper Sandler beibehalten. Eine bevorstehende Welle von Modernisierungen bei Bohrinseln sowie stärkere Investitionen in Flüssigerdgas (LNG) dürften den Sektor in den kommenden Jahren zusätzlich stützen.
Für deutsche Privatanleger verdeutlicht die Analyse, wie eng der Ölfelddienstleistungssektor mit geopolitischen Entwicklungen verknüpft ist. Die Neubewertung durch Piper Sandler zeigt, dass trotz kurzfristiger Unsicherheiten selektive Chancen im Energiesektor bestehen – insbesondere bei Unternehmen mit starker Positionierung im US-Inlandsmarkt und diversifizierten Wachstumstreibern.


