Phillips 66 erweitert Flüssiggasgeschäft mit Milliardenübernahme
2,2-Milliarden-Dollar-Deal stärkt NGL-Wertschöpfungskette und sichert Wachstum im Permian Basin

Der US-amerikanische Ölkonzern Phillips 66 hat angekündigt, für 2,2 Milliarden Dollar in bar verschiedene Pipelines und Verteilungssysteme des Pipeline-Betreibers EPIC NGL zu übernehmen, der von Ares Management Corp unterstützt wird. Mit diesem Schritt verfolgt das Unternehmen das Ziel, seine Investitionen im Bereich Flüssiggas (NGL) zu stärken. NGLs umfassen eine Gruppe von Kohlenwasserstoffen, die in Verarbeitungsanlagen aus Erdgas gewonnen werden und unter anderem in petrochemischen Anlagen sowie für Heizzwecke und beim Kochen verwendet werden.
Im Rahmen der Übernahme erwirbt Phillips 66 EPIC Y-Grade GP, EPIC Y-Grade sowie verschiedene Tochtergesellschaften. Laut Unternehmensangaben wird sich dieser Deal sofort positiv auf den Gewinn pro Aktie auswirken. Bereits zuvor hatte das Unternehmen angekündigt, dass es von einem schnelleren Wachstum der NGL-Produktion im Vergleich zu Rohöl bis zum Ende des Jahrzehnts ausgeht, was vor allem durch die Nachfrage aus der petrochemischen Industrie unterstützt wird.
CEO Mark Lashier erklärte, die Transaktion optimiere die NGL-Wertschöpfungskette im Permian Basin und ermögliche es Phillips 66, Produzenten umfassende Absicherungsmöglichkeiten zu bieten. Zudem erwarte man attraktive Renditen, die über den internen Zielvorgaben des Unternehmens liegen. Darüber hinaus teilte Phillips 66 mit, dass die geplante Übernahme keine Erhöhung des Investitionsprogramms für 2025 nach sich ziehen werde. Dies steht im Zusammenhang mit den laufenden Bemühungen von EPIC NGL, die Kapazität ihrer Pipelines zu steigern.
Analysten von RBN Energy berichten, dass etwa 85 Prozent der NGL-Produktion in den USA im Permian Basin konzentriert sind und ein Großteil davon exportiert wird. Phillips 66 hat in den vergangenen Jahren seine Präsenz in diesem Bereich durch strategische Zukäufe ausgebaut. So erwarb das Unternehmen im vergangenen Jahr Pinnacle Midland von der Private-Equity-Gesellschaft Energy Spectrum Capital für 550 Millionen Dollar, ebenfalls in bar. Dieser Schritt diente der Erweiterung der Kapazitäten für die Sammlung und Verarbeitung von Erdgas im Midland-Becken.
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Zur AktienanalyseDie jüngste Übernahme ist Teil eines allgemeinen Trends in der US-Schiefergasindustrie, die zuletzt von einer Welle von Unternehmensfusionen und -übernahmen geprägt war. Energieunternehmen bemühen sich verstärkt, ihre Öl- und Gasbohrinventare, insbesondere im Permian Basin, auszubauen, um von der steigenden Nachfrage und den stabilen Marktbedingungen zu profitieren.


