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Pharmaindustrie profitiert von steigender Nachfrage nach Abnehmspritzen

Herausforderungen bei Produktion und Verfügbarkeit beeinflussen Marktgeschehen maßgeblich

Pharmaindustrie profitiert von steigender Nachfrage nach Abnehmspritzen

Die Pharmaindustrie verzeichnet enorme Gewinne durch den Verkauf von Abnehmspritzen. Insbesondere Unternehmen wie Novo Nordisk und Eli Lilly verzeichnen in diesem Segment Milliardenerlöse. Die steigende Nachfrage nach Produkten wie Wegovy und Ozempic hat zu einem beachtlichen Umsatzwachstum geführt. Im ersten Quartal 2024 meldete Novo Nordisk ein Umsatzwachstum von 24 Prozent auf 65,3 Milliarden dänische Kronen und einen operativen Gewinn von 31,8 Milliarden Kronen. Besonders das Medikament Ozempic trägt maßgeblich zum Umsatz bei und macht über 40 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Die steigende Nutzung von Wegovy in den USA ist ebenfalls bemerkenswert, wobei wöchentlich rund 20.000 neue Patienten mit der Behandlung beginnen.

Diese Mittel, bekannt als GLP1-Analoga, zielen darauf ab, ein Darmhormon nachzuahmen und das Sättigungsgefühl im Gehirn zu erhöhen. Ursprünglich zur Behandlung von Diabetes entwickelt, werden sie nun auch zur Gewichtsreduktion eingesetzt. Unternehmen wie Eli Lilly profitieren ebenfalls von dieser Nachfrage. Mit einem starken ersten Quartal hat Eli Lilly seine Umsatzziele erhöht und verzeichnete im Vorjahr einen signifikanten Anstieg des Umsatzes durch das Diabetes- und Adipositasmedikament Mounjaro.

Experten schätzen, dass bis Ende des Jahres weltweit etwa 7,6 Millionen Menschen GLP1-Medikamente einnehmen werden, und bis 2030 wird eine Patientenzahl von 30 Millionen in den USA erwartet. Trotz dieser starken Nachfrage können die Hersteller den Bedarf nicht decken, obwohl sie beträchtliche Investitionen in die Produktionskapazitäten tätigen. Novo Nordisk hat beispielsweise Schwierigkeiten, den Bedarf an Ozempic zu decken, und senkte in Dänemark die Preise für das Medikament.

Analysten gehen davon aus, dass der Markt für Medikamente gegen Adipositas in den kommenden Jahren auf 100 Milliarden Dollar anwachsen könnte. Angesichts der steigenden Zahl von Menschen, die an Fettleibigkeit leiden, wird erwartet, dass die Nachfrage nach diesen Medikamenten weiter steigt. Trotz der Bemühungen der Hersteller, die Produktionskapazitäten zu erhöhen, bleibt die Verfügbarkeit dieser Medikamente eine Herausforderung.

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