PG&E hebt Gewinnprognose 2026 wegen KI-Rechenzentren deutlich an
Kalifornischer Energieversorger profitiert von stark steigender Stromnachfrage durch Digitalisierung und Elektrifizierung.

Der kalifornische Energieversorger PG&E (Pacific Gas and Electric) hat seine Gewinnprognose für 2026 nach oben korrigiert. Das Unternehmen aus Oakland rechnet nun mit einem Gewinn zwischen 1,64 und 1,66 US-Dollar je Aktie – das untere Ende der Spanne wurde um 2 Cent angehoben. Analysten hatten im Schnitt mit 1,63 Dollar gerechnet.
Auslöser für die optimistischere Einschätzung ist die rasant wachsende Stromnachfrage, insbesondere durch KI-Rechenzentren der Technologiebranche. Die US-Energiebehörde Energy Information Administration prognostiziert für 2026 einen Rekordverbrauch an elektrischer Energie in den Vereinigten Staaten. Neben den energieintensiven Rechenzentren treiben auch die zunehmende Elektrifizierung von Haushalten und Unternehmen die Nachfrage.
PG&E hat seit dem dritten Quartal Rechenzentrumsprojekte mit einer Kapazität von 2 Gigawatt (GW) in die finale technische Planung überführt. Insgesamt befinden sich nun rund 3,6 GW an Rechenzentrumskapazität in der Endplanung – ein deutliches Zeichen für die massive Expansion der digitalen Infrastruktur in Kalifornien.
Milliarden-Investitionen in Netzausbau
Um den Nachfrageschub bewältigen zu können, kündigte PG&E bereits im vergangenen Jahr an, bis 2030 insgesamt 73 Milliarden US-Dollar in den Ausbau der Übertragungsnetze zu investieren. Diese Summe unterstreicht die Dimension der anstehenden Infrastruktur-Herausforderungen.
Das vierte Quartal 2025 verlief allerdings weniger erfreulich: Mit einem bereinigten Gewinn von 36 Cent pro Aktie verfehlte PG&E die Analystenerwartungen um einen Cent. Die Aktie reagierte im vorbörslichen Handel mit einem Minus von einem Prozent.
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseGrößter Energieversorger Nordkaliforniens
PG&E ist die Muttergesellschaft der Pacific Gas and Electric Company und versorgt rund 16 Millionen Kalifornier in einem 70.000 Quadratmeilen großen Gebiet in Nord- und Zentralkalifornien mit Strom und Gas. Das Unternehmen spielt eine Schlüsselrolle bei der Energieversorgung des Silicon Valley und anderer Technologie-Hotspots.


