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Pfund schwächer: US-Arbeitsmarktbericht belastet Dollar-Gegenwährungen

Vor den US-Non-Farm-Payrolls gibt das Britische Pfund nach, während der Euro kaum verändert bleibt.

Pfund schwächer: US-Arbeitsmarktbericht belastet Dollar-Gegenwährungen

Das Britische Pfund hat am Freitag nachgegeben, während der Euro nahezu unverändert notierte. Im Mittelpunkt des Devisenmarktes stand die Positionierung der Händler vor dem mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktbericht. Um 09:10 Uhr MEZ fiel GBP/USD auf 1,3443 Dollar – ein Minus von 0,11 Prozent im Tagesverlauf. EUR/USD hielt sich dagegen bei rund 1,1525 Dollar und verzeichnete ein marginales Plus von 0,01 Prozent.

„Der Dollar hat im Vorfeld der heutigen Veröffentlichung wieder etwas an Boden gewonnen", erklärte Francesco Pesole, Devisenstratege bei ING. Als Haupttreiber nannte er eine Verschlechterung der Risikostimmung sowie eine Erholung des Ölpreises aufgrund negativer Schlagzeilen aus der Golfregion. Darüber hinaus hätten vorsorgliche Dollarkäufe vor dem Datenereignis eine Rolle gespielt.

Pesole wies darauf hin, dass diese Dynamik die negative Reaktion des Dollars verstärkte, die nach der Fed-Sitzung im vergangenen Monat zu beobachten war. Die uneindeutige Kommunikation von Federal-Reserve-Vorsitzendem Kevin Warsh beim FOMC-Treffen im Juli habe die Händler in Erwartung von Überraschungen in Unruhe versetzt.

ING erwartet schwachen US-Jobaufbau

Das Volkswirtschaftsteam der ING rechnet für Juli mit einem Anstieg der Beschäftigtenzahlen um lediglich 70.000 – und liegt damit unter dem Marktkonsens von 80.000. Gleichzeitig soll die Arbeitslosenquote aufgrund einer höheren Erwerbsquote auf 4,3 Prozent steigen. Dieses Szenario könnte laut ING „zu einem etwas schwächeren Dollar führen", ohne die Erwartungen für eine Zinssenkung im September wesentlich zu verschieben. Die Märkte preisen seit Juli stabil 14 bis 17 Basispunkte für eine Zinssenkung im September ein.

Die Schwäche des Pfunds am Freitag war nicht auf spezifische britische Fundamentaldaten zurückzuführen. Es waren keine wesentlichen inländischen Daten oder politischen Nachrichten aus Großbritannien im Spiel. Die Bewegung von „Cable" – dem Handelsnamen für das Währungspaar GBP/USD – spiegelte schlicht die inverse Bewegung des Dollars gegenüber anderen G10-Währungen wider.

Euro reagiert zunehmend sensibel auf US-Daten

Für den Euro hob die ING eine steigende Sensitivität gegenüber US-Datenveröffentlichungen hervor. „Im vergangenen Jahr bewegte sich EUR/USD in der Stunde nach der Veröffentlichung der Non-Farm Payrolls im Durchschnitt um 0,2 Prozent", sagte Pesole. Die letzten beiden Veröffentlichungen hätten jedoch jeweils Schwankungen von 0,4 Prozent ausgelöst – deutlich stärker als bei früheren vergleichbaren Überraschungen am Arbeitsmarkt.

Das Basisszenario der ING sieht EUR/USD bis zu den US-Verbraucherpreisdaten (CPI) der nächsten Woche in einer Handelsspanne von 1,150 bis 1,155. Pesole betonte, dass ein „entscheidender Durchbruch beim Dollar möglicherweise bis dahin warten muss". Die kurz- und mittelfristige Einschätzung der Bank bleibt optimistisch für den Euro: Das Ein-Monats-Ziel liegt bei 1,16, das Jahresendziel bei 1,18.

Die allgemeine pessimistische Einschätzung der ING für den Dollar bleibt laut eigener Aussage intakt. Die Bank erwartet eine Dollarschwäche in den kommenden Monaten, begründet durch einen erwarteten Stillstand der US-Notenbank. Als entscheidenden Katalysator für eine nachhaltigere Bewegung bei EUR/USD und Cable sieht die ING die CPI-Daten der nächsten Woche sowie weitere August-Daten, die ein „klareres taubenhaftes Narrativ für das kurze Ende" liefern könnten.

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