ANZEIGE

Pfund auf Zwei-Wochen-Hoch: Dollar schwächelt vor US-Jobdaten

Das britische Pfund steigt auf ein Zwei-Wochen-Hoch, während der Dollar nach dem Sintra-Forum nachgibt und Anleger die US-Arbeitsmarktdaten erwarten.

•• 3 Min
Pfund auf Zwei-Wochen-Hoch: Dollar schwächelt vor US-Jobdaten

Das britische Pfund hat am Donnerstag ein Zwei-Wochen-Hoch erreicht. GBP/USD kletterte auf 1,3310 Dollar, ein Plus von 0,25 Prozent (Stand 08:04 Uhr ET). Gleichzeitig erholte sich der Euro von seinen Jahrestiefs: EUR/USD stieg um 0,21 Prozent auf 1,1402 Dollar.

Auslöser der Bewegung war ein nachlassender US-Dollar. Der Greenback gab nach, nachdem der neue Fed-Vorsitzende Kevin Warsh beim Sintra-Forum der Europäischen Zentralbank keine neuen restriktiven geldpolitischen Signale gesendet hatte. Märkte hatten offenbar auf eine hawkishe Rhetorik gehofft – und wurden enttäuscht.

„Es scheint, als ob die Devisen- und Zinsmärkte etwas zu voreilig waren, als sie gestern in Sintra eine Bestätigung der restriktiven Ansichten von Kevin Warsh erwarteten", kommentierte Chris Turner, Global Head of Markets und Regional Head of Research für UK & CEE bei ING. Turner erklärte, dass die kurzfristigen US-Zinsen daraufhin um 5 bis 6 Basispunkte fielen und der Dollar verkauft wurde – diese Bewegungen seien inzwischen jedoch wieder korrigiert worden.

Alle Augen auf den US-Arbeitsmarktbericht

Der Fokus der Märkte richtet sich nun auf die monatlichen Non-Farm Payrolls für Juni, die ebenfalls am Donnerstag veröffentlicht werden. Der Konsens der Analysten liegt bei über 115.000 neu geschaffenen Stellen, während die inoffizielle Erwartung – die sogenannte „Whisper Number" – bei fast 140.000 liegt. Die Arbeitslosenquote soll voraussichtlich bei 4,3 Prozent verharren.

ING-Experte Turner sieht den Dollar „relativ gut unterstützt bleiben", sofern es nicht zu einer massiven Verfehlung und deutlichen Abwärtsrevisionen komme. Der Dollar-Index DXY bewege sich im mittleren Bereich und könne bei einem Wert von über 100 die Marke von 101,50/80 testen.

Warsh selbst scheint laut Turner bewusst auf klare Signale zu verzichten: „Warsh scheint damit zufrieden zu sein, die Markterwartungen von den Daten treiben zu lassen und die geldpolitische Debatte intern für die FOMC-Sitzungen zu reservieren."

Pfund-Rally durch Short-Covering, nicht durch Fundamentaldaten

Die Stärke des britischen Pfunds hat wenig mit der britischen Wirtschaftslage zu tun. Bank-of-England-Gouverneur Andrew Bailey schlug in Sintra einen taubenhaften Ton an und verwies auf eine schwächelnde britische Wirtschaft – schloss jedoch unmittelbare Zinssenkungen aus. ING führt die Pfund-Rally stattdessen auf das Eindecken von Short-Positionen zurück.

„Insbesondere Vermögensverwalter hielten einige große Short-Positionen im Pfund", erklärte Turner. Angesichts sinkender Volatilität sehe man „wahrscheinlich eine Liquidation von Positionen." Short-Covering bezeichnet dabei den Rückkauf von Wertpapieren oder Währungen, die zuvor auf fallende Kurse gesetzt wurden – ein technischer Effekt, der Kurse kurzfristig nach oben treiben kann.

Die britische Innenpolitik spielt für die Märkte derzeit eine untergeordnete Rolle. Erwartet wird, dass Andy Burnham am 20. Juli Labour-Vorsitzender und Premierminister wird. Die Wahl des Schatzkanzlers sowie der erste Haushalt – voraussichtlich Anfang November – gelten als die nächsten relevanten innenpolitischen Katalysatoren. ING wies darauf hin, dass eine potenzielle Ernennung von Ed Miliband zum Schatzkanzler „wahrscheinlich leicht negativ für das Pfund" wäre.

Euro: Erholung mit begrenztem Potenzial

Beim Euro geht ING in seinem Basisszenario davon aus, dass EUR/USD in den kommenden Wochen erneut die Marke von 1,1300 Dollar testen wird. Hintergrund: Die Märkte preisen derzeit eine Zinserhöhung der Fed um 50 Basispunkte in diesem Jahr ein. Die hauseigene ING-Prognose, die keine Fed-Zinserhöhung vorsieht, könnte das Währungspaar bis November oder Dezember jedoch wieder in die Spanne von 1,16 bis 1,18 führen.

Druck auf den Euro entsteht auch durch nachlassende Inflation in der Eurozone: Die Gesamtrate fiel im Juni auf 2,8 Prozent, nach 3,2 Prozent im Mai. Hinzu kommen taubenhafte Kommentare von EZB-Präsidentin Christine Lagarde. Das Makro-Team von ING gibt jedoch zu bedenken, dass eine EZB-Zinserhöhung im September – derzeit mit 15 Basispunkten eingepreist – aufgrund auslaufender Energiesubventionen nicht vollständig vom Tisch sei.

Beim Währungspaar EUR/GBP sieht ING den aktuellen Ausbruch nur bis zur Marke von 0,8545/50 reichend. Eine nachhaltige Bewegung würde eine deutlichere taubenhafte Wende der von Bailey geführten BoE-Fraktion erfordern.

Gbp/UsdBritisches PfundUs-DollarNon-Farm PayrollsKevin WarshFed ZinspolitikEur/UsdDevisenmarkt

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  4. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor
  5. Nvidia, Datadog und Goldminen glänzen auf IBD-Bestenlisten

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.